Nach dem Störfall im deutschen Kernkraftwerk Krümmel Atomkraft keine Option für Deutschland

We risk the future of our country after accident in the German nuclear power plant of Kummel

06.07.2009 | WECF Press Release, Karin Adolph


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WECF ist schockiert über den Störfall im erst vor Kurzem wieder ans Netz gegangenen AKW und fordert Deutschland auf, bei seinem Entschluss, aus der Kernenergie auszusteigen, zu bleiben!

München, 06.07.2009 – Nach erst zwei Wochen Wiederinbetriebnahme gab es im Kernkraftwerk Krümmel erneut einen Störfall. Erst 2007 war es dort zu einem Brand gekommen, nachdem das Pannen-AKW für zwei Jahre lang abgeschaltet wurde.

Dieser Vorfall zeigt nicht nur deutlich die erheblichen Mängel an einem deutschen Atomkraftwerk. Es macht vor allem auch die Verantwortungslosigkeit des Betreibers Vattenfall deutlich, der es nicht einmal für nötig hielt, die Aufsichtsbehörden darüber zu informieren. Mit dieser Art von Informationspolitik ist keine vernünftige Basis für die Diskussion um den Atomausstieg gegeben.

Allein im letzten Jahr kam es in Europa zu rund 16 Störfällen in Atomkraftwerken, darunter der vermutlich folgenschwerste in Tricastin, bei dem 30.000 Liter radioaktive Flüssigkeit ausgetreten sind und zirka 100 Mitarbeiter kontaminiert worden sind.
In Anbetracht der Tatsache, dass Störfälle in europäischen AKWs mittlerweile zu unserem Alltag gehören, ist die Laufzeitverlängerung und auch Neuinbetriebnahme von Atomkraftwerken nicht nur grob fahrlässig, sondern stellt ein immenses Risiko für die Sicherheit unseres Landes sowie unserer Nachbarländer. Deshalb fordert WECF auch in Anbetracht der bevorstehenden Bundestagswahl die Politik auf, am geplanten Ausstieg festzuhalten und ihre Kraft, finanzielle Ressourcen und ihr kreatives Engagement in erneuerbare Energien zu stecken.

WECF engagiert sich für Opfer der Atomindustrie, unter anderem in Russland und Kasachstan. Die WECF-Mitgliedsorganisation Planet of Hope in Chelyabinsk beispielsweise unterstützt 130 Anträge von Geschädigten der russischen Atomanlage Mayak beim Europäischen Gerichtshof.


 



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