Stockholm World Water Prize for the first time ever to sanitation sector

Stockholm Water Prize awarded to Indian activist Dr. Bindeshwar Pathak

24.08.2009 | WECF Press Release


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Claudia Wendland from WECF smells product from the Sulabh toilets in Stockholm

For the first time ever the Stockholm Water Prize has been awarded to the sanitation sector.  While significant progress has been made in the area of drinking water supply, the development in the treatment of sewage and waste water stays far  behind in what would be needed for achieving the Millennium Development Goals. The award went to  longtime Indian activist Dr. Bindeshwar Pathak, who with the Sulabh Sanitation and Social Reform Movement, grounded a social movement of citizens with reasonable comprehensive approach. 

WECF's Dr. Claudia Wendland is happy with the news: " This is the first time the Prize has been awarded to someone working in the sanitation sector. Even the fact that today in the European Union 20 million people live without proper access to sanitation is a scandal"

The full press release is in German

WECF report  from the World Water Week on Blip TV


Pressemitteilung auf Deutsch:

Stockholmer Weltwasserpreis für ressourcenorientierte Sanitärversorgung

Während bei der Trinkwasserversorgung erhebliche Fortschritte zu verzeichnen sind, bleibt die Entwicklung bei der Behandlung von Fäkalien und Abwasser weit hinter dem zurück, was für die Erreichung der Milleniumsziele erforderlich wäre. Dem trägt die Verleihung des Stockholmer Wasserpreises an den langjährigen indischen Aktivisten Dr. Bindeshwar Pathak Rechnung, der mit dem ‚Sulabh Sanitation and Social Reform Movement‘ eine soziale Bürgerbewegung mit umfassendem Ansatz gründete. Dr. Pathak setzt sich seit Jahrzehnten für die Gleichberechtigung der sogenannten Unberührbaren ein, die traditionell die Aufgabe der Fäkalentsorgung per Hand übernehmen müssen. Die von ihm entwickelten Komposttoiletten werden heute in mehr als einer Million Haushalten und öffentlichen Einrichtungen genutzt.

„Das ist der erste Stockholmer Wasserpreis, der im Sanitation-Bereich vergeben wird“ freut sich Dr. Claudia Wendland von WECF (Women in Europe for a Common Future). „Dass heute selbst in der EU noch über 20 Millionen Menschen ohne sichere sanitäre Grundversorgung leben müssen, ist ein Skandal.“

Die Leistungsfähigkeit dezentraler und ressourcenorientierter Systeme wird unterschätzt. „50% der Versorgungslücke lassen sich heute mit derartigen Lösungen schließen,“ schätzt Stefan Reuter (BORDA) ein. „Während in der Energiewirtschaft die Bedeutung dezentraler Systeme längst erkannt ist, stehen wir hier in der Wasserwirtschaft noch am Anfang.“

„Im Zuge der demographischen Entwicklung bieten sich auch in Deutschland verstärkte Einsatzmöglichkeiten für angepasste Sanitärkonzepte“, ergänzt Michael Bender (GRÜNE LIGA), der die AG Wasser des Forum Umwelt und Entwicklung koordiniert.

Das Forum legte anlässlich der Stockholmer Wasserwoche das Positionspapier zur ökologisch verträglichen Sanitärversorgung neu auf www.forumue.de

Gemeinsam arbeiteten die drei Vertreter in Stockholm im Rahmen des Fachtreffens der Sustainable Sanitation Alliance (SuSanA) an Arbeitsblättern für nachhaltige Sanitärsysteme. SuSanA ist ein Netzwerk von derzeit 105 Organisationen, welche die Abwasserproblematik als Chance begreifen und dabei insbesondere auf die Wiederverwendung der Ressourcen Wasser, Energie und Nährstoffen zielen. www.susana.org

Menschenrecht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung
Catarinaa de Albuquerque, die UN-Sonderbeauftragte für das Menschenrecht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung betonte auf der Stockholmer Weltwasserwoche, dass niemand aus Armutsgründen vom Zugang zu Wasser und Sanitärversorgung ausgeschlossen werden dürfe.

Forum Umwelt und Entwicklung
WECF, BORDA & GRÜNE LIGA



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