Leserbrief zum Artikel "Teddybären unter Folter"
Die Autoren verschweigen leider die Tatsache, dass der Großteil der Spielzeugindustrie hartnäckig z. B. eine unabhängige Drittprüfung von Spielzeug, die Auflistung von Inhaltsstoffen sowie vernünftige Grenzwerte für Schwermetalle wie z.B. Blei oder Cadmium ablehnt.
28.10.2011 | Alexandra Caterbow
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hier mein Leserbrief zum Artikel "Teddybären unter Folter" aus dem Heft 42/2011. Mit einer Veröffentlichung bin ich auf jeden Fall einverstanden.
Mit freundlichen Grüßen,
Alexandra Caterbow
Eine Woche vor Erscheinen des Spielzeugtests der Stiftung Warentest ist sicher ein geeigneter Zeitpunkt um in vorauseilendem Gehorsam die Spielzeugindustrie zu bedauern. Dies ist jedoch nicht angebracht, denn die Branche ist weit davon entfernt ausreichenden Schutz für Kinder zu gewährleisten und bleibt damit weit hinter anderen Branchen zurück. Bessere Standards und Grenzwerte sind für viele andere Produkte, z.B. Reifen, möglich, warum nicht auch in Spielzeug?
Die Autoren verschweigen leider die Tatsache, dass der Großteil der Spielzeugindustrie hartnäckig z. B. eine unabhängige Drittprüfung von Spielzeug, die Auflistung von Inhaltsstoffen sowie vernünftige Grenzwerte für Schwermetalle wie z.B. Blei oder Cadmium ablehnt. Während der Artikel von einer Gängelung durch Brüssel spricht, unterschlägt er gleichzeitig, dass die neue EU Spielzeugrichtlinie alte Vorgaben aufgeweicht hat und sogar z. B. mehr Blei und Cadmium erlaubt als vorher.
Doch nicht einmal die weitaus laxeren Anforderungen an Spielwaren werden eingehalten. Spielzeug ist die Produktkategorie mit den mit Abstand meisten Rückrufen in der EU, seit Jahren.
Gerade bei Spielzeug und allen anderen Kinderprodukten ist es notwendig, dass möglichst keine Schadstoffe enthalten sind, denn Kinder reagieren darauf empfindlicher als Erwachsene. Bestimmte Schadstoffe werden von wissenschaftlichen Studien beispielsweise mit der steigenden Kinderkrebs- und Allergierate in Zusammenhang gebracht. Die Spielzeugindustrie leidet nicht an den hohen Anforderungen der Politik, sondern die Kinder an den geringen Standards und der mangelnden Selbstverpflichtung der Branche.
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