WECF Deutschland

WECF France

WECF Nederland

Facebook

Twitter

YouTube

TV Report: Gefahr unterm Weihnachtsbaum

Gift im Spielzeug - Interview with Alexandra Caterbow from WECF

08.12.2010 | ZDF - German TV



Weihnachten steht vor der Tür und die Spielzeugindustrie hofft auf gute Geschäfte. Doch in vielen Plüschtieren, Holzspielzeug oder Babypuppen lauern unsichtbare Gefahren, so genannte polyzyklische, aromatische Kohlenwasserstoffe - kurz PAK.

TV Report: Gefahr unterm Weihnachtsbaum

 Einige können Krebs erregen, das Erbgut verändern oder die Fortpflanzung schädigen. Seit Jahren fordern Wissenschaftler schärfere Grenzwerte, versprechen Politiker bessere Gesetze. Doch das Gegenteil geschieht: In der neuen EU-Spielzeugrichtlinie sind viele Grenzwerte für die gefährlichen

PAK- Stoffe sogar noch höher als zuvor. Und die Politik in Deutschland schaut weiterhin zu, wie Industrie und Handel gefährliches Spielzeug in Umlauf bringen.

Spielzeugrichtlinie ist unzureichend

Experten wie der Bereichsleiter Untersuchungen bei der Stiftung Warentest, Holger Brackemann, halten die rechtlichen Regelungen bezüglich krebserregender Stoffe im Kinderspielzeug für völlig unzureichend. Damit könne man die Gesundheit der Kinder nicht wirksam schützen, sagte Brackemann im Frontal21-Interview. Er warnt: "Je mehr ein Kind mit diesen Stoffen exponiert wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es irgendwann im Laufe seines Lebens, eine solche Erkrankung bekommt."

Deshalb fordert Brackemann, die Spielzeugrichtlinie nachzubessern und den aktuellen Erkenntnissen anzupassen.

Auch Alexandra Caterbow von der Organisation Women in Europe for a Common Future (WECF) kritisiert die überarbeitete Spielzeugrichtlinie der EU. Im frontal21-Interview spricht die Expertin für Spielzeug von einer ¿Riesenenttäuschung für die Verbraucher.¿ Die Grenzwerte für gesundheitsgefährdende Stoffe wie PAK seien viel zu hoch. Hier werde im Interesse der Industrie Politik gemacht, so die Verbraucherschützerin.

Dabei könnte Deutschland im nationalen Alleingang PAK in Spielzeugen verbieten. Das hätten Länder wie Frankreich und Dänemark beim Verbot von Bisphenol in Babyflaschen vorgemacht. Doch auch die Wirtschaft habe aus Sicht von Caterbow größtenteils versagt. Es sei ein Rätsel, warum die Industrie sich einer Selbstverpflichtung verweigere und nicht veranwortungsvoll handle.


Related News

International Women's Day: Q&A Transcript
Yesterday we held a live Q&A on Reddit to celebrate the publication of our latest report ‘Women and Chemicals’
09.03.2016

WECF co-organizes event and workshop for health and patient groups on EDCs and health in Munich
HEAL is organising with WECF and the Women’s health centre an event to discuss chronical diseases, health problems and chemicals
03.03.2015

Countdown to Copenhagen: The Golden Fuel Rod of the Week
Der Goldene Brennstab der Woche – WECF Germany awards each week a person of public interest who has made an ignorant remark on nuclear energy
22.10.2009 | Press Release WECF Germany

Die Kernfrage - WECF und Campact auf Atom-Endlagersuche in München
Aktion in der Münchener Innenstadt
18.09.2009 | WECF Press Release

Atomtransport rollt durch Münchner Innenstadt! (Nuclear transport rolls through inner city Munich!)
Am Mittwoch, den 16. September rollt der „Castor-Transport“ auf seiner bundesweiten Atomtour durch 12 deutsche Städte durch die Münchner Innenstadt.
11.09.2009 | WECF Press Release