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German Federal Environment Agency is warning for health risks out of Bisphenol A

Gesundheitsgefährdende Substanz in Kassenzetteln, Babyflaschen und Spielzeug – WECF fordert Verbot

09.06.2010 | Johanna Hausmann



WECF supports today’s warnings from the German Federal Environment Agency about the risks of Bisphenol A (BPA).

Report from the German Federal Environment Agency on Bisphenol-A

Press Release form the German Federal Environment Agency

BPA is contained in plastic items made from polycarbonate, in receipt papers and in can liners. Even in extremely low doses the endocrine disruptor might be a threat to human health. Fetuses, babies and toddlers are especially vulnerable because their development might be disrupted by BPA. Reproductive problems, neurological problems and cancer have been linked to BPA exposure. In animal experiments, BPA doses much smaller than those estimated as being safe by the European Union were linked to health damages. Mice fetuses that were exposed to BPA in the womb were more likely to suffer from diabetes and cardiovascular diseases.


 WECF – Women in Europe for a Common Future begrüßt den heute vom Umweltbundesamt (UBA) veröffentlichten Hintergrundbericht zu Bisphenol A (BPA) und die darin enthaltenen Warnungen des UBA vor der hormonartig wirkenden Chemikalie. BPA ist hauptsächlich in Plastikprodukten aus Polycarbonat wie Spielzeug, Konservendosen, Trinkflaschen und Kassenzetteln aus Thermopapier enthalten und kann die menschliche Gesundheit, wie das UBA im Bericht bestätigt, gefährden. WECF setzt sich schon seit langem gerade im Bereich der Kinder- und Frauengesundheit immer wieder für ein Verbot von BPA ein.

„Wie auch das UBA nun öffentlich warnt, kann Bisphenol A das Hormonsystem schon in geringsten Dosen beeinträchtigen und Krankheiten wie Krebs, Fruchtbarkeits- oder Entwicklungsstörungen auslösen. Babys, Frauen und Schwangere sind dabei besonders sensibel“, so Alexandra Caterbow, Chemikalienexpertin von WECF.
Gesundheitliche Schäden sind im Tierversuch bereits bei Belastungen weit unterhalb des in der Europäischen Union geltenden Grenzwertes aufgetreten. In Tests hatten Mäuse, die als Föten im Mutterleib mit Bisphenol A belastet wurden, häufiger Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes. Dies betätigt auch der UBA Bericht.

„Die bisherigen Regelungen zu Bisphenol A durch die EU bieten absolut keinen ausreichenden Schutz für unsere Gesundheit“, ergänzt Caterbow. „BPA sollte deshalb generell, zumindest aber in allen Produkten, mit welchen Babys, Kinder und Schwangere in Berührung kommen, verboten sein. Frankreich, Dänemark und Kanada haben hier bereits erste Verbote erlassen. Der Hintergrundbericht des UBA bietet jetzt eine große Chance, endlich gesetzliche Maßnahmen in Deutschland folgen zu lassen. Problematisch ist, dass Verbraucher(innen) BPA im Moment nicht aktiv vermeiden können, da es nicht deklarationspflichtig. Es ist aber in vielen Alltagsprodukten enthalten, wo es nichts zu suchen hat: zum Beispiel in Spielzeug, Konservendosen, Trinkflaschen und Kassenzetteln. Gegen diese versteckten Vorkommen hilft nur ein Verbot. Auch Grenzwerte sind kein Ersatz für ein generelles Verbot, denn es gibt keinen Grenzwert, in dem BPA sicher ist.“


Pressekontakt:   

Johanna Hausmann, tel  089 2323938-19, mobil 0173 3570268
Alexandra Caterbow, tel 089 2323938-18, mobil 0179 5244994
 
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