Solidarität für Japan und Wut auf Atompolitik

Tausende Münchner solidarisieren sich mit Japan und gehen gegen Atomenergie auf die Straße

15.03.2011 | Press Release Green City


Green City zeigt sich zufrieden mit Resonanz der gestrigen Mahnwache und Kundgebung. Der Druck auf die Politik wächst. Weitere Demonstrationen sind geplant. Der Karlsplatz war überfüllt, als Green City am gestrigen Abend die Mahnwache für die Opfer in Japan und gegen die Atompolitik der Bundesregierung mit einer Schweigeminute eröffnete.

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Ein Meer von Fahnen zeigte die Bandbreite der Gruppierungen und verdeutlichte einmal mehr, dass Atomenergie von einem Großteil der Bevölkerung nicht gewollt ist. Die Veranstalter Green City, Klimainitiative München und WECF, hatten ursprünglich mit nur wenigen hundert Menschen gerechnet. Die Veranstaltung war schon seit Wochen geplant und wurde von der Aktualität der Ereignisse in Japan eingeholt.

Spontane Unterstützung bekamen die Veranstalter seitens der SPD und der Grünen. So forderte der energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Ludwig Wörner: "Eine Katastrophe dieses Ausmaßes muss auch Konsequenzen für die Energiepolitik der bayerischen Staatsregierung haben".
Die SPD-Landtagsfraktion hat für die Plenarsitzung des Landtags am kommenden Donnerstag einen Dringlichkeitsantrag zur sofortigen Abschaltung des Kernkraftwerks Isar I gestellt. Dieter Janecek, Landesvorsitzender der Bayerischen Grünen sagte: "Die Welt und München rückt in diesen schwierigen Stunden zusammen. Unser aller Auftrag ist es dafür zu sorgen, dass eine solche Katastrophe nicht mehr passieren kann. Wir müssen den Druck auf die Straße bringen. Abschalten jetzt!". Besinnliche Töne fand Sabine Bock, Vorstand von WECF - Women in Europe for a Common Future - Deutschland, einem internationalen Umweltnetzwerk, das sich vielfach mit den Folgen der
Atomenergie beschäftigt. „Wir können uns schwer vorstellen wie es gerade in Japan ist. Fassungslos verfolgen wir die apokalyptischen Nachrichten und Bilder in den Medien. Es ist erneut deutlich geworden: Die Kernenergie ist nicht beherrschbar – egal wie oft wir die Sicherheit überprüfen,“ ergänzte Sabine Bock.

„Anlässlich der anstehenden Wahlen halte ich die plötzlichen Wendemanöver der Bundesregierung für eine reine Lippenbekenntnisse “, erklärt Martin Glöckner, Geschäftsführer von Green City. „Wir müssen weiterhin massiven Druck auf die Bundesregierung und die großen Energieversorger ausüben“. Während der Veranstaltung wurde mehrfach zum Stromwechsel aufgerufen. Die nächste Demonstration ist für den 4. April geplant.

Ansprechpartner
Svenja von Gierke / Öffentlichkeitsarbeit, 089-890 668 32, svenja.vongierke@greencity.de
Martin Glöckner / Geschäftsführung, martin.gloeckner@greencity.de

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