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Vision & Strategie

Sichere Nahrungsmittelproduktion und nachhaltige ländliche Entwicklung

WEFC strebt im Bereich sichere Nahrungsproduktion und nachhaltige ländliche Entwicklung in der EU und der Region EECCA (Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien) an, dass bis 2020 alle Kinder, Frauen und Männer Zugang zu sicheren, regional produzierten, vielfältigen und bezahlbaren Nahrungsmitteln haben. Sie sollen frei von gefährlichen Chemikalien, Nanopartikeln und genetisch veränderten Organismen sein, fair gehandelt und in Einklang mit Natur und Landschaft produziert, so dass Wasser, Boden, Luft und Artenvielfalt geschützt werden.

WECF schärft das Bewusstsein für den Verlust der landwirtschaftlichen Artenvielfalt. Gemäß Informationen des World Watch Institut (29. Oktober 2009) besteht hinsichtlich Ernährung, Tierfutter und industrieller Verwendung beispielsweise eine gravierende Abhängigkeit von sehr wenigen Getreidearten. Das gefährdet das globale System der Nahrungserzeugung. Heute werden nur noch rund 150 Arten kultiviert, sehr viel weniger als die 10000 Arten, die früher verwendet wurden. Drei Getreidearten, nämlich Mais, Reis und Weizen, decken zusammen mit Kartoffeln mehr als die Hälfte des menschlichen körperlichen Energiebedarfs. Mit der Grünen Revolution ab den 50er Jahren verbreiteten sich Hochertragssorten schnell auf der ganzen Welt und verdrängten lokale Varietäten. Innerhalb von nur 40 Jahren wachsen sie weltweit auf der halben Anbaufläche, die mit Weizen oder Reis bebaut wird. Die Zahl landwirtschaftlich genutzter Arten hat sich seit 1900 um etwa 75 Prozent verringert. Dieser Verlust der landwirtschaftlichen Artenvielfalt ist riskant: Er kann die Fähigkeit menschlicher Gesellschaften, sich an den Klimawandel anzupassen, vermindern, die Nahrungssicherheit verringern und zu Monokulturen führen, die anfälliger gegen Schädlinge und Krankheiten sind.

Wir implementieren Projekte, die aufeinander bezogene Themen wie nachhaltige Energieerzeugung und –verwendung, Wasser- und Abfallmanagement integrieren. Durch diese Demonstrationsprojekte fördern wir Beispiele für nachhaltige und organische Anbauverfahren, die

  • gesündere Nahrungsmittel erzeugen,

  • die gesamte wirtschaftliche Situation auf dem Land verbessern und

  • natürliche Ressourcen und Ökosysteme schützen.

WECF setzt sich für nachhaltigen, das heißt, regionalen, organischen und fairen Anbau und Konsum ein, den wir als Lösung für die derzeit kritische Situation hinsichtlich der ländlichen Entwicklung in Europa betrachten. Die Hälfte aller Arten und 80 Prozent aller Habitate haben einen ungünstigen Konservierungsstatus, nur sieben Prozent der landwirtschaftlich genutzten Lebensräume werden als günstig bewertet. Wir schärfen das Bewusstsein dafür und schlagen politische Maßnahmen vor, welche die notwendige Transformation hin zu nachhaltigem Anbau und Verbrauch unterstützen. Nicht nachhaltig sind Intensivlandwirtschaft, Tierfabriken, der Einsatz von Pestiziden und genmanipulierten Organismen. Wir halten Intensivlandwirtschaft generell ökonomisch und ökologisch für nicht nachhaltig. Deshalb setzen wir uns bei der Formulierung der neuen Landwirtschaftspolitik der EU (CAP, Common Agricultural Policy) für die Integration von Nachhaltigkeit und Gemeinwohlkriterien ein.