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Internationale High-Level-Expertenkonferenz zu Asbest in Kirgistan

Kirgistan, großer Nutzer von Weißasbest, diskutiert erstmals öffentlich auf einer High Level Konferenz in Bishkek über den Gebrauch von Asbest und Gefahren für die Gesundheit

25.03.2011 | Johanna Hausmann




Wenn Asbest krank macht – und endlich jemand darüber spricht
Umwelt-, Gesundheits- und Frauennetzwerk WECF initiiert High-Level- Konferenz in Kigisistan zum Thema Asbest.

Erstmals in der Geschichte Kirgistans werden Vertreter der kirgisischen Regierung und der Asbestindustrie, zusammen mit Vertretern der Vereinten Nationen, ausländischer Botschaften und Regierungen, Wissenschaftlern sowie Nichtregierungsorganisationen einen öffentlichen Dialog zum Thema Asbest und dessen Risiken für die menschliche Gesundheit führen.

Die Konferenz „Asbest – Politik und Praxis und internationale Chemikalienpolitik“  findet am 20. Mai  2011 in Bishkek, Kirgisistan, statt. Medien sind als Beobachter herzlich willkommen.

Asbest in Kirgisistan
Der Umgang mit Asbest ist ein großes Problem in Kirgisistan. Vor allem sind unabhängige Informationen über Gesundheitsrisiken von Asbest der Öffentlichkeit bis dato kaum zugänglich. Daher sind sich die Öffentlichkeit und auch viele NGOs vor Ort der Gefahren von Asbest nicht bewusst.
Gegenwärtig werden in Kirgisistan Materialen, die Asbest enthalten, uneingeschränkt in Häusern und öffentlichen Gebäuden wie Krankenhäuser, Kindergärten und Schulen, in der Industrie, wie zum Beispiel in Bremsen und in vielen anderen Bereichen genutzt.

Die UN Organisation ILO (International Labor Organisation) schätzt, dass weltweit jährlich circa 100.000 Menschen an den Folgen asbestbedingter Krankheiten sterben. Auch Weißasbest, wie er in Kirgisistan zuhauf verwendet wird, kann nach Untersuchungen der International Agency of Cancer und der WHO, Mesotheliome, Lungen-, Kehlkopf- und Eierstockkrebs hervorrufen.

Die Konferenz zu „Asbest – Politik und Praxis in Kirgisistan und internationale Chemikalienpolitik“ wird vom europäischen Umwelt- und Frauennetzwerk WECF – Women in Europe for a Common Future und dessen kirgisischer Partnerorganisation BIOM organisiert. Mitfinanziert wird die Konferenz und die begleitenden Trainings von der Europäischen Kommission in Kirgisistan und vom deutschen Umweltministerium.

Internationale Umweltorganisationen hoffen, dass auf der nächsten Vertragsstaatenkonferenz der Rotterdam Konvention im Juni 2011 der Handel von Asbest reglementiert wird. WECF leitet die NGO Delegation auf der Vertragsstaatenkonferenz, die sich in der Rotterdam Convention Alliance (ROCA) zusammengeschlossen hat.


Das aktuelle Programm finden Sie hier.

Kontakt: Alexandra Caterbow, WECF Coordinator Chemicals & Health, alexandra.caterbow@wecf.eu


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