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Quecksilber-Konvention in Genf unterzeichnet

In Genf wurde eine Konvention zur Reduktion von Quecksilber-Emissionen verabschiedet. NGOs kritisieren, dass die Richtlinie nicht den globalen Quecksilber-Ausstoß vermindern wird und die Opfer der Minimata-Tragödie entwürdigt

22.01.2013 | WECF




In der fünften Verhandlungsrunde konnten sich die Staaten auf die neue  Quecksilber-Konvention einigen. Das Komitee, geführt des Urugayer Fernando Lugris, wird den Text zur Ratifizierung der UNEP nächsten Monat vorlegen. Aufgrund von großen Kompromissen wurde von NGOs ein gemeinsames Statement heraus gegeben, welches die Konvention kritisiert.

Laut dem Abkommen soll der Quecksilber-Ausstoß reduziert werden, indem viele Produkte nicht mehr produziert werden sollen, die bisher das hoch giftige Schwermetall verwendeten. Allerdings werden die Hauptverursacher von Quecksilber-Emissionen nicht in der Konvention erwähnt. Goldgewinnung von Kleinbauern und Kohlekraftwerke dürfen weiterhin ungehindert Luft, Wasser, und Boden zu kontaminieren. Vor allem die Goldgewinnung bedroht die Gesundheit von etwa 10 bis 15 Millionen Menschen die in diesem Bereich arbeiten. Quecksilber wird auch weiterhin in Zahnfüllungen verwendet werden, wenn auch mit einer Empfehlung den Gebrauch zu verringern. Die Beschlüsse werden von NGOs als zu weich kritisiert um die globalen Quecksilberwerte zu reduzieren und die Verschmutzung zu stoppen.

Quecksilber ist ein hoch giftiges Schwermetall, dass sich in der Nahrungskette anreichert. Besonders Menschen mit einem hohen Konsum von Meeresfrüchten sind damit gefährdet. Der erste Fall von Quecksilbervergiftung wurde unter Fischerläuten in dem japanischen Dorf Minamata dokumentiert. In den 1950er Jahren verklappte eine Pertochemische Fabrik in der Bucht von Minamata mit Quecksilber kontaminierte Abfälle. Die daraus folgende Minamata-Krankheit ließ Erwchsene erkranken und führte zu Missbildungen bei Neugeborenen führte. Etwa 1700 Menschen erlagen der Krankheit in Minamata und der Umgebung. Als Mahnmal dieser Tragödie wurde die neue Konvention nach Minimata benannt. Allerdings prangern NGOs die Namensgebung an, da die Ineffektivität der Konvention die Opfer der Katastrophe entwürdigt. Lesen Sie hier das gemeinsame Statement auf Englisch.



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