WECF International

WECF France

WECF Nederland

Facebook

Twitter

YouTube


Stellungnahme von WECF zur Rio+20-Fortschreibung der Europäischen Kommission und zu den SDGs

WECF hat eine Konsultation vorgelegt die von 20 Mitgliedsorganisationen unterstützt wird. Sie entstand in Beihilfe der Autoren des Positionspapiers der Women‘s Major Group über die Sustainable Development Goals (SDGs).

21.01.2013 | WECF




Die Europäische Kommission organisierte eine Konsultation der Rio+20-Fortschreibung und der SDGs (zu Deutsch, Ziele zur nachhaltigen Entwicklung). WECF legte mit Unterstützung von 20 Mitgliedsorganisationen eine stellungnahme vor. Diese entstand in Beihilfe der Autoren des Positionspapiers der Women‘s Major Group über die SDGs.
 
Die WECF-Vorlage konzentriert sich besonders auf die Notwendigkeit der Veränderung der aktuellen Wirtschaftssysteme. Aktuell vorhandene Ökonomien sind weiterhin nicht nachhaltig und nicht sozial gerecht. Eine integrative, grüne Wirtschaft braucht Mess-Indikatoren die über das BIP hinaus gehen. Auch der bisher nicht registrierte Beitrag von Frauen und der Umwelt müssen hierfür mit einbezogen werden.
 
Eine unabhängige Institution um technologische Risiken zu beobachten und zu bewerten
So müssen zum Beispiel Geo-engineering (wie etwa Schiefergasförderung) und Chemikalien (zum Beispiel EDCs und Nano) bereits vor dem Einsatz und der Verbreitung durch den Markt bewertet werden. Eine Sicherheit sollte fest gestellt sein, bevor Firmen Technologien und Produkte verbreiten können, die negative Auswirkungen haben könnten, entweder auf Gesundheit oder Umwelt. Die Kosten und Risiken von nuklearer Energie sind nicht akzeptabel und eine EU-weite Strategie zum Atomausstieg muss erarbeitet werden.
 
Wir müssen die Privatisierung, Kommodifizierung, Ausbeutung, und Verschmutzung der Allmende stoppen
Allmende sind Ressourcen die der Gemeinschaft gehören (Ozeane, Wälder, Luft, Wasser). Um die Ausbeutung derer zu stoppen, braucht es internationaler Vertragsbindungen.  Rohstoffindustrien sind mit die größten Verschmutzer. Wir brauchen Normen und Regulierungen für Rohstoffindustrien, inklusive vollen Renaturierungsplänen für Bergwerke und Uranminen. Ebenso müssen Strafzahlungen für geschädigte Kommunen eingefordert werden können.
 
Wir müssen Instrumente entwickeln um die Rechte zukünftiger Generationen zu erhalten, sowohl auf EU als auch UN Level
Schlüssel zu sozial gerechter und konflitk-averser Entwicklung ist ein globales Sozialrechtssystem für den informellen und den Armutsgefährdeten Sektor. Weltweit sind Frauen meistens in diesen wirtschaftlichen Bereichen angestellt. Es müssen Instrumente entwickelt werden, um Rechte der Frauen auf Zugang zu Land und Bodenbesitzstruktur zu schützen und zu stärken. Ungerechte Landnahme muss durch internationale Kooperationsprogramme gestoppt werden.
 
Frauenrechte müssen auf allen Leveln gestärkt werden, inklusive Sexual- und Reproduktionsrechte – als eine Grundbedingung für Entwicklung 


News

Interview mit Katharina Habersbrunner bei RadioLora
im Rahmen der Bund Naturschutz Sendung „Aktiv auf allen Ebenen – Frauen im Umweltschutz“
09.04.2019

Hintergrundgespräch Agenda2030 und UN-Gipfel - 02.04.19
Als Politikansatz für nachhaltige Entwicklung und eine gerechtere Welt stärkt die Agenda 2030 den Multilateralismus
08.04.2019

Veranstaltung „Jugendwerkstatt Wandelbar – Wir gestalten Zukunft“
Bewerbung noch bis zum 15.05.2019 möglich
03.04.2019