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Gemeinschaftsgärten in Blikkiersdrop und Lavender Hill

Gemeinschaftsgärten als gesellschaftliche Ressource gegen Armut und Unterernährung

08.06.2013 | WECF




(c) Urban Harvest

Als Teil des EWA-Projektes realisiert WECF gemeinsam mit den lokalen Partnern Urban Harvest, Soil for Life, und Decentralised Environmental Solutions Gemeinschaftsgärten in Blikkiersdorp und Lavender Hill, Südafrika. Das in den Gärten angebaute Gemüse versorgt die lokale Gemeinde mit ansonsten knappen Nährstoffen. Zusätzlich kann überschüssig produziertes Gemüse direkt von den Gärtnern gewinnbringend verkauft werden. Dadurch erlauben die Gärten es vor allem Frauen sich mehr wirtschaftliche und gesellschaftliche Unabhängigkeit zu erarbeiten.

Blikkersdorp und Lavender Hill sind zwei Regionen mit der höchsten Armutsrate von Südafrika, vielleicht sogar der gesamten Welt. Unterernährung ist hier weit verbreitet, und es herrscht ein Teufelskreis aus Armut und Unterernährung, der vor allem Kinder und Frauen daran hindert ihr gesamtes Potenzial zu entwickeln. Gemeinsam mit den lokalen Partnern Urban Harvest, Soil for Life und Decentralised Envrionemntal Solutions begegnet WECF diesen Problemen mit der einfachen Lösung von Gemeinschaftsgärten.

Der Gemeinschaftsgarten in Blikkiersdorp ist zentral gelegen, nächst sozialen Mehrzweckräumen. Damit wird sicher gestellt, dass so viele Menschen wie möglich an dem Garten vorbei laufen und erkennen welchen Unterschied nur ein kleiner Flecken Grün machen kann. Die Lebensmittel aus dem Garten werden für Gehsteigrestaurants verwendet, oder werden direkt an größere Gemüsehändler weiter verkauft. Dadurch werden Produktionsketten verkürzt, Mittelleute und bürokratische Hürden umgangen, und letztendlich Kosten für Wirtschaften gesenkt und Profit für die lokale Bevölkerung generiert.


(c) Urban Harvest

Der Lebensmittelgarten der in Lavender Hill realisiert werden soll, wird als Mehrzweck-Zentrum für Ressourcen zur Nachhaltigen Entwicklung der Gemeinschaft dienen. Der Garten wird sowohl ein Beratungs- und Trainingszentrum für andere Gärtner beinhalten, als auch einen Sportplatz beinhalten. Damit wird den Menschen die Möglichkeit gegeben aktiv und bestimmend am kulturellen und wirtschaftlichen Leben ihrer Gemeinschaft teilzunehmen.

Sie können sich auch hier einen kurzen Film über die bereits von Soil for Life trainierten Gärtner anschauen (auf Englisch):




Die Gartenprojekte schaffe die Möglichkeit für wirtschaftliche und soziale Unabhängigkeit in Regionen Südafrikas, die sonst kaum Ressourcen zur Selbsthilfe haben. Besonders Frauen profitieren von den Gärten, da sie zwar in Südarika traditionell Haushaltsaufgaben wie Essenszubereitung betreuen, jedoch kaum bis gar keine wirtschaftliche Handlungspielräume haben. Die Gärten jedoch verbessern ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit und lassen sie am täglichen Leben der Gemeinschaft teilhaben. Mit den Gärten gedeihen nicht nur Gemüse, sondern auch Ressourcen, Gärtner und Lebensmittelhändler. WECF und lokale Partner lassen in Südafrika nicht nur Gärten erblühen, sondern auch Menschen.


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