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„Satt sein ist nicht genug“ – Mangelernährung gibt es auch in Europa

Der sogenannte „Verborgene Hunger“ wird oft übersehen, wenn um Nahrungssicherung gesprochen wird. Dabei existiert diese besonders für Kinder gefährliche Mangelernährung auch in der hoch entwickelten Welt.

18.02.2013 | WECF




Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig

Hunger meldet sich oft durch einen knurrenden Magen, der mit Nahrungsaufnahme gestillt werden kann. Allerdings hat der Mensch keine Möglichkeit die Menge von aufgenommenen Mikronährstoffen zu erfühlen. Diese sind vor allem für kleine Kinder in der Entwicklung wichtig. Deshalb kann es auch in Europa und dem Rest der entwickelten Welt Mangelernährung geben.

Neben dem „konventionellen“ Hunger aufgrund einer Knappheit von Nahrungsmitteln gibt es auch den so genannten „verborgenen Hunger“. Dabei handelt es sich um eine Mangelernährung von Mikronährstoffen. Vor allem Zink, Jod, und Eisen sind bei vielen Menschen knapp. Nach Schätzungen des Food Security Centers der Universität Hohenheim bei Stuttgart leiden etwa 2,5 Mio Menschen an einer chronischen Unterversorgung dieser Stoffe.

Dieser verborgene Hunger tritt nicht nur in armen Regionen mit knappen Nahrungsmitteln auf, sondern auch in den unteren Schichten reicher Industriestaaten. Vor allem bei Kindern können Krankheiten und Gesundheitsschäden folgen. Blutarmut, Durchfälle, eine Hemmung der geistigen Entwicklung und sogar der Verlust des Augenlichtes können Folgen einer Unterversorgung sein.

Besonders Kinder unter drei Jahren sind stark von den Folgen eines solchen Nährstoffmangels betroffen. Bei einem chronischen Mangel tritt das sogenannten „Stunting“ auf, bei dem der gesamte Körper Wachstumshämmungen bekommt. Auch bei Untersuchungen in Deutschland wurde fest gestellt, dass Kinder aus ärmeren Familien etwas kleiner waren Kinder aus sozial besser gestellten Familien mit einer besseren Ernährung. Oft geht das Stunting auch mit einer schlechteren Entwicklung der kognitiven und geistigen Entwicklung einher, was die Schul- und Berufsaussichten negativ beeinflusst.

Der Ernährungswissenschaftler Hans Konrad Biesalski hat mit seiner Publikation „Satt sein ist nicht genug“ und einem weltweit ersten internationalen Kongress im März erstmals Aufmerksamkeit auf dieses ernste Thema gelenkt.


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