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Rotterdam Konvention COP 7 (13. Mai 2015): ROCA / WECF Side-Event zu "Chrysotil Asbest und der Frage: Wer zahlt die Rechnung"

Mehr als 70 Teilnehmer(innen) besuchten ein erfolgreiches, informatives und emotionales Side Event beim COP 7 in Genf

14.05.2015 |




Sanjiv Pandita und Dr. Tran Tuan sprechen auf dem ROCA Side Event

Das ROCA / WECF Side Event zum Thema "Chrysotil Asbest und die Frage: Wer zahlt die Rechnung", bot ein Forum für Asbestopfer, die an lebenslangen gesundheitlichen Auswirkungen durch die Exposition gegenüber Asbest leiden. Es zeigte einmal mehr die dringende Notwendigkeit, Chrysotil Asbest endlich in Annex III der Rotterdamer Konvention zu listen.

Die Veranstaltung mit mehr als 70 Teilnehmer(innen) setzte einen wirklichen Kontrast zu den zahlreichen Interventionen einiger Vertragsparteien gegen das Listen von Asbest im morgendlichen Plenum des COP7, die behaupten, keine Kenntnis von Gesundheitsgefahren durch die Exposition gegenüber Asbest zu haben.

Die Veranstaltung, die von einer Key-Note-Nachricht von Elizabet Paunovic, Leiterin des Europäischen WHO-Zentrums für Gesundheit und Umwelt, begleitet wurde, ruft alle Vertragsstaaten des Rotterdam Konvention auf, endlich Verantwortung zu übernehmen und für das Listen von Asbest zu stimmen. ROCA/ WECF zeigten mit dem von der WHO produzierten Film "Chrysotil Asbest - Stimmen aus Süd-Ost-Asien", die Situation der Opfer der Asbestindustrie.

Ein Höhepunkt des Sideevents war die Rede des indischen Arbeiters Sharad Vittnal Sawant, der für die Aufnahme des Stoffes in die Konvention plädiert. Er und seine Frau leiden nach 40 Jahren Arbeit mit Asbest an Asbestose. Er machte das Publikum zu Zeugen, wie unglaublich und grausam die Auswirkungen von Chrysotil Asbest sind, und wer am Ende in der Realität die Rechnung zu zahlen hat.

Auf dem Panel begrüßte WECF Dr. Tran Tuan Vietnam vom Research and Training Centre for Community development, den südkoreanischen Aktivisten und Forscher Yeyong Choi und Sanjiv Pandita vom Asia Monitor Resource Center. In seiner Präsentation wies Dr. Tran Tuans darauf hin, dass durch Engagement der Zivilgesellschaft, Dinge auf eine positive Art und sehr schnell vorankommen können, wie das Beispiel Vietnam zeigt, das seine Blockadehaltung bezüglich eines Listens von Asbests aufgegeben hat. Yeyong Choi lieferte Erkenntnisse darüber, wie die Asbestindustrie die Produktion in Länder mit weniger strengen Regulierungen verlagert, und dessen Auswirkungen auf Arbeiter und Bewohner in der Nachbarschaft  der Fabriken. Sanjiv Pandita machte deutlich, wie wichtig objektive medizinische Untersuchungen sind, um sicherzustellen, dass durch Asbest verursachte Krankheiten wie Krebs, auch als solche anerkannt werden.

Der Sideevent wurde von der Rotterdam Konvention Alliance (ROCA) organisiert und von WECF durchgeführt. Johanna Hausmann von WECF moderierte die Veranstaltung, eine herausfordernde Aufgabe, die durch das rüde Verhalten der Vertreter der russischen Chrysotil Gewerkschaft, die die Veranstaltung mehrmals störten, nicht einfacher war. Sie beschuldigten die WHO aufgrund ihrer Unterstützung des gezeigten Films als Propagandaorganisation.

Die Diskussionsteilnehmer(innen) und viele Redner aus dem Plenum wie Vertreter(innen) von WHO, ILO, Opfer Aktionsnetze, Gewerkschaften usw. waren sich einig, wie wichtig ein Listen von Chrysotil Asbest in Annex III des Rotterdamer Konvention sei; sie forderten die Delegierten auf, alle Anstrengungen zu unternehmen, um den derzeitigen Stillstand im Hinblick auf Chrysotil Asbest zu beenden und die Gesundheit der Menschen zu schützen.

 


 


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