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WECF stellt beim „Dialogue on Sustainability“ die Agenda 2030 und den SDG-Prozess vor.

Agenda 2030 und SDG-Prozess.

23.11.2017 |




             
Die Welt steht vor einer gewaltigen Zukunftsaufgabe: Nachhaltigkeit ist Voraussetzung für eine langfristig positive wirtschaftliche, ökologische, soziale und politische Entwicklung.
Mit Hunger- und Armutsbekämpfung befassten sich die acht so genannten Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs). Sie wurden im Jahr 2000 verabschiedet und bildeten 15 Jahre
lang den Rahmen für Entwicklungsanstrengungen weltweit. In den letzten 15 Jahren ist es formell gelungen, die absolute Armut zu halbieren. Aber trotz dieser Fortschritte handelt die
Welt weder sozial gerecht noch ökologisch nachhaltig: Knapp 1,3 Milliarden Menschen leben von weniger als 1,25 US-Dollar/Tag. Beim aktuellen Ressourcenverbrauch der Menschheit
benötigen wir bereits jetzt mehr als nur den einen Planeten, den wir bewohnen.
Im September 2015 haben die Staats- und Regierungschefs aller UN-Mitgliedsstaaten einen deutlich umfangreicheren Zielkatalog verabschiedet: die Sustainable Development Goals (SDGs). Diese Ziele für nachhaltige Entwicklung verbinden wirtschaftliche, soziale und ökologische Fragen.
WECF war als leitendes Mitglied der UN-Women’s Major Group in die verschiedenen Verhandlungsstränge auf UN-Ebene eng eingebunden. Deutschland unterstützt die Vereinten Nationen dabei, der zukünftigen Agenda eine breite, tragfähige Basis zu geben.
Anders als bei den MDGs sind die SDGs das Ergebnis eines sehr partizipativen
Prozesses. Eine Abordnung von UN-Mitgliedsländern mit Vertretern der „Neun Hauptgruppen“ (davon ist eine die UN-Women’s Major Group) hat den Entwurf verhandelt.

Universalität: Das Neuartige der SDGs besteht darin, dass sie universell gültig sind. Sie betonen die Notwendigkeit der Veränderungen im eigenen Land, aber verlieren gleichzeitig die internationale Verantwortung der reichen Länder, insbesondere bei der Bekämpfung von Armut und Hunger, nicht aus den Augen. Die Ziele gelten für jedes Land, für die Länder des globalen Nordens ebenso wie für die des Südens und die sogenannten Schwellenländer. Angesprochen ist die ganze Bandbreite der Politik: Wirtschaft, Soziales, Umwelt, Finanzen, Agrar- und Verbraucherpolitik, Verkehr, Städtebau, Bildung und Gesundheit. Die Weltgemeinschaft ist – wie jedes Land – nun in der Pflicht, ihr Versprechen auf eine bessere Welt zu erfüllen.

Transformation: Die Agenda 2030 geht über das herkömmliche Entwicklungsparadigma hinaus. Sie beinhaltet eine Vision nachhaltiger Entwicklung, die alle Menschen und den Planeten in seiner Gesamtheit umfasst.

Unteilbarkeit der Menschenrechte: Die Agenda 2030 strebt friedlichere, gerechtere und inklusivere Gesellschaften an. Grundlagen dazu sind demokratische Teilhabe, Rechtsstaatlichkeit, gute und transparente Regierungsführung, Bedeutung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen als auch die bürgerlichen und politischen Menschenrechte sowie das Recht auf Entwicklung sind in ihrer Gesamtheit angesprochen.

Inklusion: Die Agenda 2030 will «niemanden zurücklassen» und «diejenigen zuerst erreichen, die am weitesten zurückliegen». Sie betont den universalen Respekt für Gleichheit und Nicht-Diskriminierung.
Es bleiben große Herausforderungen für die Umsetzung der SDGs auf lokaler und nationaler Ebene. Hierzu bedarf es der Kooperation von Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft.

Mehr Informationen und Präsentationen zur Veranstaltung finden Sie hier.


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