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Umsetzung der SDGs: Es muss eine Vernetzung auf allen Ebenen stattfinden

Ergebnisse des Workshops zur Veranstaltung „Zivilgesellschaftlicher Austausch zur Umsetzung der Agenda 2030 und der SDGs Akteure“, am 02.11.2017 in Berlin.

05.11.2017 |




„Die kommunale Ebene ist der Schlüssel für alles“. Mit dieser Äußerung erfasste ein Mitglied der „Ökumenischen Inititativgruppe Eine Welt“ eine Kernaussage des Workshops „Umsetzung der SDGs auf lokaler Ebene und Ansätze der zivilgesellschaftlichen Zusammenarbeit Bund-Länder“. Dennoch wird die kommunale Ebene in den Diskussionen zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie nach wie vor kaum wahrgenommen. Geleitet von Claudia Wendland (WECF Deutschland), wurde der Workshop im Rahmen der Veranstaltung „Zivilgesellschaftlicher Austausch zur Umsetzung der Agenda 2030 und der SDGs Akteure“ am 02.11.2017 in Berlin geführt.
Das vom Forum für Umwelt und Entwicklung (FUE) und dem Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) organisierte Treffen wurde am Vormittag mit Beiträgen und Updates zu internationalen und nationalen Prozessen der Agenda 2030 sowie den nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs) begleitet. Im zweiten Teil der Veranstaltung erfolgten drei parallellaufende Workshops zur Entwicklung von Umsetzungsstrategien.

Elisabeth Staudt von FUE (links) und Anke Scheid von VENRO (rechts) über die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie und das Peer-Review-Verfahren in den Updates am Vormittag.

Der Fokus des Workshops von Claudia Wendland lag auf den nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs), die für die Kommunen in Deutschland die bedeutendsten sind, sowie den Aktivitäten, die die unterschiedlichen Akteure bereits durchführen. Am Workshop nahmen 10 Teilnehmer(innen) bundesweit aus unterschiedlichen Organisationen und Vereinen teil, die aus der Runde durch besonders intensivem Erfahrungsaustausch und spannenden Diskussionen, etliche Anregungen für ihre Arbeit mitnehmen konnten. Zwar werden die SDGs von den Teilnehmer(innen) schon im großen Maße den Bürgern übermittelt – insbesondere in Zusammenhang mit Öffentlichkeits-, Netzwerks- und Lobbyarbeit vermittelt – jedoch gibt es in der Bekanntmachung der SDGs noch Vieles zu tun. Um den Bekanntheitsgrad der SDGs zu fördern, arbeiten einige Organisationen bereits bei der Durchführung von Projekten, wie u.a. Installationen zu den SDGs in diversen Städten, Workshops und Fortbildungen für Hochschullehrer(innen) und Mitarbeiter(innen) in der Stadtverwaltung.


Als Die Teilnehmer(innen) des Workshops im Austausch ihrer Erfahrungen und Probleme im Zusammenhang mit der Vermittlung der nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs).

Ergebnis des Workshops konnte eines sehr klargestellt werden: eine Vernetzung muss auf allen Ebenen geschehen, um die SDGs effizienter und in kürzerer Zeit an die Kommunen tragen zu können. Hierbei wären mehrere persönliche Treffen sowie die zunehmende digitale Vernetzung von Organisationen und Akteuren – von lokaler bis hin zur internationale Ebene – besonders hilfreich. Idealerweise sollte für die bessere Vernetzung der Initiativen und Akteuren eine Stelle geschaffen sowie eine nationale Plattform entwickelt werden (wie etwa das neu eingeführte forum.17plus.org).
Während sich für die Teilnehmer(innen) der regelmäßige Austausch zum Thema kommunale Zusammenarbeit die Schlüsselstrategie für das Vorantreiben der Umsetzung der SDGs auf lokaler Ebene herauskristallisierte, wurden auch weitere Strategien formuliert. Es sollten etwa die Abkürzung „SDGs“ vermieden, Partnerschaften sowie die Vernetzung auf lokaler/kommunaler Ebene gefördert und die Zielgruppenorientierung verstärkt werden. Vor allem ist auch die Etablierung gut funktionierender Systeme wichtig, um eine grundlegende Basis für alle zukünftigen Bemühungen sicher zu stellen.

Während des Workshops erarbeiteten die Teilnehmer(innen) die für  die Kommunen in Deutschland bedeutendsten SDGs: Hochwertige Bildung (Nr. 4), Weniger Ungleichheiten (Nr. 10), Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster (Nr. 12) und Maßnahmen zum Klimaschutz (Nr. 13).

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Die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) beruhen auf der Erkenntnis, dass Armutsbekämpfung nicht ohne den Schutz der Umwelt funktionieren kann und umgekehrt. In einer zunehmend globalisierten und problembehafteten Welt sind diese Ziele ein wichtiger Anhaltspunkt, um eine lebenswerte und gerechte Zukunft für Menschen weltweit sicherzustellen.
Weitere Informationen zu den nachhaltigen Entwicklungszielen finden Sie u.a. unter: BMZ


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