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Für mehr Schutz vor Pestiziden

Wir sind Mitglied der Europäischen Koalition 'Citizens for Science in Pesticide Regulation'

29.11.2018 |





Zum besseren Schutz vor Pestiziden unterstützen wir die Europäische Koalition Citizens for Science in EU Pesticide Regulation. Mehr als 100 NGOs und Wissenschaftler*innen haben ein Manifest veröffentlicht, in dem sie bessere Regulierungen von Pestiziden fordern.
 
 

In der EU-Pestizidverordnung wird dem Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier sowie der Umwelt ausdrücklich Vorrang eingeräumt. Das wird durch das Vorsorgeprinzip gestützt, um sicherzustellen, dass in Umlauf gebrachte Pestizidwirkstoffe und -produkte, nicht die Gesundheit von Mensch, Tier oder die Umwelt beeinträchtigen. Die Vorschriften werden jedoch nicht ordnungsgemäß umgesetzt, und das Genehmigungsverfahren lässt zu, dass private Interessen vor jene des Gesundheit- und Umweltschutzes gestellt werden können.

Im Genehmigungsverfahren für Pestizide bestehen nach wie vor große Interessenkonflikte. Beispielsweise führt die Industrie ihre eigenen Tests zur Risikoabschätzung durch und ist stark an der Entwicklung der Methoden zur Risikobewertung beteiligt. Das Pestizid-Panel der EFSA, das für die Erarbeitung von Leitlinien für die Risikobewertung verantwortlich ist, umfasst weiterhin auch Personen, die finanzielle Verbindungen zur agrochemischen Industrie haben. 

Die „Monsanto Papers”, interne Dokumente des von Bayer aufgekauften Agrarkonzerns, die in Krebsprozessen in den USA veröffentlicht wurden, verdeutlichen, wie die Industrie die Wissenschaft aktiv untergraben kann. Dadurch wurde umso klarer, dass die Industrie von regulatorischen Studien, Risikobewertung und Risikomanagement ferngehalten werden muss.

Die mangelnde Umsetzung der Pestizidverordnung führt zu einem beschleunigten Rückgang der biologischen Vielfalt (Vögel, Bienen, Schmetterlinge, Frösche und Insekten) in der Agrarlandschaft und zu ernsthaften Gesundheitsgefahren für den Menschen (einschließlich Schäden am Gehirn des ungeborenen Fötus und einem stetigen Anstieg hormonell bedingter Krebsarten bei Brust und Prostata).

Das derzeitige System verfehlt den Schutz von Gesundheit und Umwelt sorgt nicht für die Ernährungssicherheit künftiger Generationen, denn Artenvielfalt, Bestäuber und Bodenfruchtbarkeit - die Bausteine einer produktiven und widerstandsfähigen Landwirtschaft - werden durch Pestizide gefährdet.

LÖSUNGEN

Umfassende Reformen des derzeitigen Verfahrens zur Risikobewertung und zum Risikomanagement von Pestiziden! Genaueres zu den hier aufgeführten Reformen finden Sie im Manifest.

A. DER GESUNDHEIT, DER UMWELT UND EINER NACHHALTIGEN LANDWIRTSCHAFT SIND VORRANG EINZURÄUMEN 

B. SICHERSTELLEN, DASS ENTSCHEIDUNGSTRÄGER AUF VOLLSTÄNDIGE, ÖFFENTLICHE, AKTUELLE UND VON INDUSTRIEINTERESSEN UNBEEINFLUSSTE DATEN ZURÜCK GREIFEN  

C. ENTSCHEIDUNGSTRÄGER DER ZIVILGESELLSCHAFT UND DER WISSENSCHAFTLICHEN GEMEINSCHAFT ERMÖGLICHEN, DIE INTEGRITÄT UND WIRKSAMKEIT DER REGELUNGEN ZU ÜBERPRÜFEN

 


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