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Was ist von den Klimagesprächen zu erwarten, die letzte Woche in Bangkok stattfanden?

COP24: Zweites Verhandlungstreffen für die COP24, Bangkok, Thailand, 2018

14.09.2018 |




Die zusätzlichen Klimaverhandlungen in Vorbereitung auf die COP24 wurden in diesem Jahr vom 4.-9. September in Bangkok wieder aufgenommen. Das hochrangige Treffen sollte die Vorbereitungen der Verhandlungsführer weiter vorantreiben, bevor sie später in diesem Jahr Entscheidungen auf der COP24 in Katowice treffen. Trotz dieser zusätzlichen Sitzung ist unsere Botschaft klar: Wir sind weit weg von den Zielen, die wir für die Zukunft unseres Planeten erreichen müssen!

Wir brauchen ein klares und transparentes Arbeitsprogramm für das Pariser Klimaabkommen - und mehr Ehrgeiz !!

Entscheidungsträger aus 190 verschiedenen Ländern müssen sich auf die Umsetzungsrichtlinien des Pariser Abkommens einigen. Diese Richtlinie, genannt das Pariser Regelwerk, soll im Dezember auf der COP24 verabschiedet werden, aber es wurden nur wenige Fortschritte bei den Texten erzielt, da die Diskussionen hier in Bangkok in Details und Regeln verloren gingen, die in Paris vereinbart wurden. Die Überprüfung der klimaresisten und fairen Fortschritte der Länder aller fünf Jahre wird von einigen Parteien erneut in Frage gestellt. Das Pariser Regelwerk ist wichtig, damit das Pariser Abkommen für alle fair und transparent funktioniert. Wir brauchen also ein klares Ergebnis auf der COP24, aber das sollte uns nicht vergessen lassen, dass wir auch eine viel ehrgeizigere Klimapolitik brauchen, wenn wir unser gemeinsames Ziel erreichen wollen : maximal 1,5 ° globale Erwärmung.

Zusammen mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus dem Frauen- und Geschlechterwahlkreis sind wir mit sehr hohen Anforderungen nach Bangkok gekommen. Das wichtigste ist, dass wir im Pariser Regelwerk immer wieder auf die Menschenrechte und die Gleichstellung der Geschlechter hinweisen, insbesondere in Bezug auf die 'National Festgelegten Beiträge' (Nationally Determined Contributions - NDCs), Anpassungsstrategien, Finanzierung und den Technologietransfer. Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, ist die Verwendung von geschlechterspezifischen Daten und Analysen. Weitere Details zu unseren wichtigsten Anforderungen finden Sie hier.

Wir brauchen mehr finanzielle Verpflichtungen und einen langfristigen Finanzierungsprozess.

Wenn es um die Finanzen geht, scheinen die Parteien mit jedem Schritt nach vorne zwei Schritte  zurückzugehen: Nachdem sie konstruktive Diskussionen über klare und faire Rechnungslegungsregeln begonnen hatten, lehnten die Industrieländer nun ab, ein neues Finanzziel für 2025 festzulegen oder gar vorhersehbare finanzielle Verpflichtungen einzugehen. Zusammen mit dem WGC haben wir die Parteien daran erinnert, dass die Klimafinanzierung auch das bestehende Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern beim Zugang zu Mitteln für Klimaschutzmaßnahmen berücksichtigen und beseitigen muss. Die Gleichstellung der Geschlechter ist ein Mandat der meisten öffentlichen Klimafonds, aber ist vor Ort noch immer nicht Realität.

Frauen und nicht-binäre Personen gingen auch in Bangkok auf die Straße und forderten Klimagerechtigkeit mit Aktionen, die am 4. und 5. September vor dem Konferenzzentrum organisiert wurden. Sie wurden im thailändischen Fernsehen ausgestrahlt, wobei die Frauen keine Mikrofone benutzen durften: Frauen und indigene Völker baten die Länder, dringende Maßnahmen zu ergreifen, um Ernährungssicherheit zu gewährleisten und Klimaresilienz für Menschen und Gemeinschaften zu schaffen, die stark unter den Folgen des Klimawandels leiden. Eine weitere Aktion fand am 07. September statt und forderte die Beendigung von fossilen Brennstoffen und den Wandel hin zu erneuerbaren Energiesystemen.

Internationale Solidarität

Die Zivilgesellschaft wird bis zur COP24 weiter mobilisieren und die politischen Entscheidungsträger*innen an ihre Versprechen erinnern, weil wir uns in Kattowitz ein mittelmäßiges Ergebnis einfach nicht leisten können: Wir brauchen kollektiven Ehrgeiz und gerechte Regeln für einen gerechten Übergang. Das haben wir auch in allen Städten der Welt mit dem globalen Marsch "Rise for Climate" gezeigt!


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