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Happy Birthday Agenda 2030

Werkzeug für eine gerechte Welt oder zahnloser Weltverbesserungskatalog?

25.09.2018 |




Im Rahmen des Projekts "Make Europe Sustainable for All" realisiert WECF Projekte, Kampagnen und Treffen, um die SDGs als Referenzrahmen für nachhaltige Initiativen und Ideen bekannter zu machen.

Agenda 2030 und SDGs? Am 25. September 2015 haben die Vereinten Nationen (UN) die "Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" verabschiedet. Kern sind 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs), die bis 2030 erreicht werden sollen. Mit dem Leitsatz  "Niemanden zurücklassen" beschließt die Weltgemeinschaft in der Resolution der UN-Generalversammlung die globalen Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt: Armut beenden, nachhaltige Energie und Bildung für alle bereitstellen, Klimawandel bekämpfen, Frieden, Gerechtigkeit und die Gleichstellung von Mann und Frau sicher stellen. Auch menschenwürdiges Wirtschaftswachstum, Umweltschutz sowie das Ende des Hungers stehen auf dem Plan und sollen wohlgemerkt in den nächsten zwölf Jahren erreicht werden.

Die Bundesregierung hat zur Umsetzung der SDGs in Deutschland und für die Welt die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie als politischen Rahmen gewählt und diese in  der Neuauflage von 2017 entlang der SDGs strukturiert. Anhand ausgewählter Indikatoren sollen die nachhaltige Politik gefördert und deren Umsetzung gemessen werden. Bisher ist davon noch sehr wenig zu spüren. Um die Widersprüche, die großen Herausforderungen und Chancen zu bewältigen, braucht es  mutige und zukunftsfähige Konzepte, Teilhabe und soziale Gerechtigkeit. Es muss eine Postwachstumsdebatte in der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie geführt und abgebildet werden, um eine sozial und ökologisch tragfähige internationale Zusammenarbeit zu gestalten.

Die SDGs können und müssen mehr sein als Zusatzaufwand oder ein zahnloser Weltverbesserungskatalog: sie sind die Messlatte für die Bundesregierung. Die Ziele der Agenda 2030 sind in einer Zeit, in der immer mehr Staaten den Rückzug in den Nationalismus antreten, ein Bollwerk gegen Strömungen, die die Transformation aufhalten wollen. Die Agenda2030 stellt den fundamentalen menschenrechtlichen Anspruch in den Vordergrund, dass alle Menschen überall die gleichen Rechte haben und sie stellt klar, dass alle Länder Entwicklungsländer sind – also die Aufgabe haben, sich zu entwickeln. Diese Ansätze sind auch für Deutschland höchst aktuell und relevant, denn „Warum haben wir in Deutschland noch nicht mehr erreicht für eine nachhaltige Entwicklung“?

Es gibt sie, die Pioniere und Akteure, die durch ihr Engagement vor Ort auch weltweit Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit stärken. Sie setzen innovative und inklusive Ansätze um, und mit ihren mutigen Konzepten zeigen sie, dass neue Denkmuster in der Wirtschaft, Politik und in unserem alltäglichen Leben als Bürger*in nicht nur dringend gebraucht werden, sondern möglich und zukunftsfähig umsetzbar sind. Sie verdeutlichen wie jede*r einzelne von uns einen einfachen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten kann. WECF hat mit RENN.süd das Booklet 'SDG Pioniere und Akteure vor Ort' erstellt, in dem erfolgreiche und innovative Initiativen vorgestellt werden. Sie verdienen es, ernstgenommen, nachgeahmt und mit angemessenen Rahmenbedingungen unterstützt zu werden. 

WECF realisiert national und international weitere Aktivitäten, um die SDGs als Bezugsrahmen für Nachhaltigkeit bekannter zu machen, z.B. Treffen mit Entscheidungsträger*innen, SDGs im Klassenzimmer, Entwicklung eines Kinospots, Social Media-Kampagnen, Publikationen, etc.

 

 

Die Kampagne #StopUngleichheit wird von der Europäischen Union finanziell unterstützt. Die inhaltliche Ausrichtung liegt jedoch in der alleinigen Verantwortung von WECF e.V., sie gibt unter keinen Umständen die Positionen der Europäischen Union wieder.


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