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Training für Multiplikator*innen zu Wasser- und Sanitärsicherheitsplanung in Albanien

Women in Development und WECF organisieren einen 2-tägigen Workshop

27.07.2018 |




Am 5. und 6. Juni organisierte Women in Development, Shkodra, gemeinsam mit WECF einen Workshop in Vrakë, Malësi e Madhe, Albanien. Dieses zweitägige Training ist eine laufende Aktivität im Rahmen des vom BMU geförderten Projekts "Wasser- und Sanitärsicherheitsplanung im ländlichen Rumänien, Albanien und Mazedonien". Trainerin des Workshops war Bistra Mihaylova von WECF.

Das Trainingsprogramm (Englisch) finden Sie hier.

Hauptziel des Workshops zur Wasser- und Sanitärsicherheitsplanung (WSSP) war die Ausbildung von 14 Lehrkräften aus 2 Sekundarschulen sowie 4 Vertreter*innen der lokalen Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungseinrichtung sowie der Gemeindeverwaltung. Folgende Schwerpunkte wurden gesetzt:

  • Information über die Vorgeschichte des WSSP (WHO WPS Guide und WSP Compendium). Dialog über positive und negative Aspekte des lokalen Wasserversorgungs- und Sanitärsystems, insbesondere der öffentlichen Toiletten und Schulen.
  • Vorstellung der verfügbaren WSP-Leitfäden und des WWSP-Kompendiums
  • WSP mit Schulen und Behörden in 10 Schritten
  • Informationen zur Durchführung von Risikobewertungen mit der Überwachung der Wasserqualität durch Nitratwassertests, zur sanitären Inspektionen und zur Durchführung von Interviews
  • Die Interessengruppen nahmen aktiv an der Schulung teil und bereiteten einen Zeitplan für die anstehenden Aktivitäten im Rahmen des Projekts vor. Lehrer von 2 Sekundarschulen in der Region, Vertreter der örtlichen Gemeinde, der Wasserversorgungsbehörde, wurden gebeten, die positiven und negativen Aspekte des örtlichen Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungssystems zu präsentieren und die Probleme aufzuschreiben, mit denen sie täglich konfrontiert sind, vor allem in Schulen.

Während der anschließenden Diskussion wiesen die Teilnehmer*innen darauf hin, dass die Wasserqualität in der Umgebung zwar sehr gut ist, das Wasserversorgungssystem in einigen Dörfern jedoch nicht zuverlässig ist, dass die Bewohner nur 2-3 Stunden am Tag Trinkwasser bekommen. Der Direktor für Wasserversorgung und Abwasser erklärte, dass trotz der umfangreichen Abdeckung des Pipelinenetzes die Wasserversorgung aufgrund fehlender finanzieller Mittel und des abnehmenden Zustands der Wasserkraftwerke in dem Gebiet immer noch begrenzt ist. Es wurde jedoch festgestellt, dass positive Veränderungen vorgenommen wurden, zum Beispiel wurde das Material der Pipeline von Asbest auf Polyethylen, eine ungiftige Alternative, umgerüstet.

Eine Diskussion zwischen den Lehrer*innen und dem Direktor für Wasserversorgung und Abwasser von Males e Madhe brachte einige neue Informationen darüber, wie die Gemeinde das Problem mit Wassermangel in einigen Schulen angehen wird - der Plan ist, Wassertanks dort zu installieren, wo sie gebraucht werden.

Am zweiten Trainingstag führten alle Teilnehmer*innen einen einfachen Nitrattest durch, um die Qualität des Trinkwassers der Schulen sowie das Wasser aus den Wasserhähnen zu messen, die sie zu Hause verwenden. Diese Art der Messung wird Teil der Aktivitäten sein, die zusammen mit den Kindern ab September 2018 durchgeführt und vor den lokalen Behörden präsentiert werden. In einer kurzen Präsentation wurden die Ergebnisse der Gesamtbewertung des Wassers in der Region und der folgenden WSP-Aktivitäten vorgestellt. Nach diesem letzten Austausch von Informationen und Standpunkten präsentierten die Teilnehmer*innen schließlich die Maßnahmen, die sie gemeinsam mit den Kindern und den lokalen Gemeinschaften ergreifen wollen.

Die Schulung erhöhte das Wissen der Teilnehmer*innen zur Wasser- und Sanitärsicherheitsplanung, ihre Rolle und die Durchführung der Aktivitäten, die bis zum Ende des Projekts folgen werden.

  


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