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Fachgespräch zu Umweltschadstoffen und Frauengesundheit am 28.03. in Berlin

WECF stellt neue Broschüre vor

03.04.2019 |




WECF stellt die Broschüre „Ich bin schwanger. Wie Sie sich, ihr Baby und Ihre Familie vor schädlichen Chemikalien schützen können“ in Berlin vor – um Umweltschadstoffe und deren Auswirkungen auf die (Frauen-)Gesundheit stärker in den Fokus zu nehmen.

Im Rahmen eines Fachgesprächs mit dem Schwerpunkt Frauengesundheit, zu dem die GRÜNEN Politikerin Catherina Pieroth, Mitglied des Abgeordneten Hauses Berlin und Sprecherin für Gesundheitspolitik, Expertinnen und Interessierte eingeladen hatte, stellte WECF seine neue Broschüre „Ich bin Schwanger. Wie Sie sich, ihr Baby und Ihre Familie vor schädlichen Chemikalien schützen können“ vor. Dabei betonte WECF, wie wichtig es ist auch im Hinblick auf die Frauengesundheit, Verbraucher*innen, insbesondere Frauen und Schwangere über Chemikalien in Produkten zu informieren und so zu mehr Schutz vor schädlichen Stoffen beizutragen. 

Die Gesprächsrunde im Abgeordnetenhaus erörterte bedeutende Aspekte einer zufriedenstellenden Frauengesundheit. Besonders wichtig für eine gute Gesundheitsversorgung von Frauen ist dabei, frauenspezifische Lebensbedingungen stärker zu berücksichtigen. WECF betonte die Wichtigkeit davon, Umweltaspekte wie Schadstoffe in Produkten stärker im Blick zu haben. Weichmacher in Plastik, Parabene in Kosmetikartikeln, Flammschutzmittel in Textilien – im Alltag sind wir diesen Stoffen ständig ausgesetzt. Viele davon wirken ähnlich wie Hormone. Diese so genannten endokrin wirksamen Stoffe (EDCs), werden unter anderem mit steigenden Brustkrebsraten, der Zunahme von Fruchtbarkeitsproblemen oder neurologischen Erkrankungen in Verbindung gebracht. Frauen sind zudem aufgrund ihres höheren Fettgehalts und stark hormonell geprägter Entwicklungsphasen wie Pubertät, Schwangerschaft oder Menopause sensibler für diese Stoffe. Außerdem geben sie in der Schwangerschaft diese Stoffe an ihre ungeborenen Kinder weiter. Deshalb muss Aufklärung über Chemikalien und Schadstoffe ein integraler Bestandteil zur Stärkung der Frauengesundheit sein.

Diese Aufklärung sollte schon in den KITA Einrichtungen und Schulen beginnen, betonte Johanna Hausmann von WECF. Neben einer ausgewogenen Ernährung und ausreichend Bewegung ist auch der Schutz vor Umweltschadstoffe ein wichtiger Faktor für die Gesundheit. Dies muss kommuniziert werden, und die Informationen im Sinne der Umweltgerechtigkeit allen Bevölkerungsschichten zugänglich gemacht werden - dazu benötigt es auch einen Beitrag durch die Politik.

Informationen zu diesem Thema dienen auch dazu, den politischen Druck zu erhöhen und letztlich das Ziel zu erreichen, schädliche Chemikalien aus den Produkten zu verbannen.


Aufklärung zu Schadstoffen in Alltagsprodukten ist ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele.

 

WECF hat die Broschüre „Ich bin schwanger. Wie Sie sich, ihr Baby und Ihre Familie vor schädlichen Chemikalien schützen können“ im März 2019 herausgegeben. Ziel ist eine bundesweite Verteilung mit Beteiligung und Unterstützung der Länder und Kommunen.

Mehr zur Broschüre hier. Weitere Infos auf www.nestbau.info.

Nähere Infos zum Fachgespräch gibt es hier.