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"Wir haben es satt!"-Demo am 19.01.19

Demonstration für eine nachhaltige Agrarpolitik

20.01.2019 |




Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern - an vereinbarte Spielregeln halten!

Anlässlich der parallel dazu stattfindenden Agrarministerkonferenz im Auswärtigem Amt fanden sich am Samstag, den 19.01.19 mehrere tausend Menschen am Brandenburger Tor in Berlin zusammen, um gemeinsam für eine klimafreundlichere Agrarpolitik zu demonstrieren. Dem Demonstrationszug voran: 170 Traktoren – denn die Landwirte sind zunehmend in Ihrer Lebensgrundlage bedroht. 

Verschiedenen Quellen zufolge gingen an diesem Samstag zwischen 12.000 und 35.000 Menschen auf die Straßen, ausgerüstet mit Plakaten, Bannern und Kochtöpfen – um Lärm zu machen, für eine nachhaltige Agrarwende. Auch wenn die Zahlen schwanken, eines steht fest: dieses Thema bewegt die Menschen. Immer mehr VerbraucherInnen wenden sich gegen die industrielle Produktion und wollen, dass der Fokus auf eine ökologische Landwirtschaft gerichtet wird, die auch in der Lage ist zukünftige Generationen gesund zu ernähren. 

Derzeit werden die Agrarsubventionen nach Hektarfläche vergeben und kommen somit vor allem den industriellen Großbetrieben zugute und lassen Landwirte, die sich für eine nachhaltige und ökologische Landwirtschaft engagieren, im Regen stehen. Die etwa 60 Milliarden Euro Förderung, die die europäische Landwirtschaft jedes Jahr erhält, sollten also nach neuen Kriterien verteilt und in erster Linie dazu verwendet werden, das Klima und die Umwelt zu schützen und bäuerliche Betriebe zu fördern, die mit artgerechter Tierhaltung gesunde Lebensmittel produzieren. Mit dem Hintergrund der derzeit diskutierten EU-Agrarreform bietet sich also gerade die Chance, eine grüne Agrarwende einzuleiten.

Auch WECF war am vergangenen Wochenende in Berlin dabei und gemeinsam mit den ProjektpartnerInnen verschiedener Organisationen Teil der Demonstration. Mit Schachfiguren, die die in der Agenda 2030 verankerten nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) repräsentierten, sollte an die gemeinsam festgelegten Spielregeln erinnert werden. Den Hunger zu beenden, Ernährungssicherheit und eine nachhaltige Landwirtschaft zu fördern sind Teil dieser Ziele und erfordern Veränderungen in der derzeitigen Agrarpolitik. Ohne eine nachhaltige Reform werden die Bauern und die ökologische Landwirtschaft sonst bald mattgesetzt.