WECF International

WECF France

WECF Nederland

Facebook

Twitter

YouTube


Alle Jahre wieder – Spielzeug im Test

WECF fordert schnellere Nachbesserung der EU Spielzeugrichtline und bessere Selbstverpflichtung der Hersteller

27.10.2011 | WECF Press Release


Auch in diesem Jahr hat Stiftung Warentest kurz vor Beginn des Weihnachtsgeschäftes Spielzeug unter die Lupe genommen. Auch wenn die Stiftung Warentest rund die Hälfte der getesteten 40 Spielzeuge als „gut“ oder „sehr gut“ einstuft, sind viele von ihnen nach wie vor nicht sicher für Kinder.

So sind einige mit Nickel, Nonylphenol, Weichmachern (Phthalate) oder Schwermetallen belastet. Diese Stoffe können Allergien und Krebs auslösen, das Hormonsystem beeinflussen, die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen oder auch die Intelligenz mindern.



WECF (Women in Europe for a Common) tritt seit Jahren für einen besseren Schutz der Kinder vor gesundheitsschädigenden Chemikalien in Spielzeug ein und hat die Diskussion um die EU Spielzeugrichtlinie intensiv begleitet. „Spielzeug soll Freude und nicht krank machen“, so Alexandra Caterbow, Koordinatorin für Chemikalien bei WECF. „Es ist ein Skandal, dass die EU Spielzeugrichtlinie bisher noch nicht nachgebessert wurde oder in Deutschland strengere Regelungen getroffen wurden. Seit drei Jahren betreibt Verbraucherministerin Aigner eine Ankündigungspolitik, der keine Taten folgen. Der Spielzeugtest von Stiftung Warentest zeigt, dass es noch immer viele Hersteller gibt, die nicht freiwillig handeln.“

Für viele Stoffe sind die Regelung der EU Spielzeugrichtlinie nicht ausreichend wie zum Beispiel für CMR Stoffe, die krebserregenden, erbgut- und fortpflanzungsschädigend sind. Einige Schwermetalle dürfen sogar in höheren Dosen vorhanden sein als vorher. WECF fordert konkrete Maßnahmen zur Beseitigung von gesundheitsschädigenden Stoffen wie PAK, Weichmachern, Blei, Formaldehyd u. v. a. und eine Auskunftspflicht gegenüber den Verbrauchern.

Spielzeug ist die Produktkategorie mit den bei weiten meisten Rückrufen in der EU, seit Jahren. Gerade bei Spielzeug und allen anderen Kinderprodukten ist es notwendig, dass möglichst keine Schadstoffe enthalten sind, denn Kinder reagieren darauf empfindlicher als Erwachsene. Die Spielzeugindustrie leidet nicht an den hohen Anforderungen der Politik, sondern die Kinder an den geringen Standards und der mangelnden Selbstverpflichtung der Branche.

WECF setzt sich auf politischer Ebene für Verbesserungen ein und bemüht sich auch Verbraucher und Verbraucherinnen sensibel ohne Panikmache über Spielzeug aufzuklären. Mit Hilfe eines praktischen Pocket Ratgebers erhalten Eltern Tipps, worauf sie beim Einkauf von Spielzeug achten sollten.



Pressekontakt:
Johanna Hausmann, johanna.hausmann@wecf.eu
tel 089-2323938-19, mobil 0173 3570268
Presse und Öffentlichkeitsarbeit WECF

Alexandra Caterbow, alexandra.caterbow@wecf.eu
tel 089 2323938-18, mobil 0179 5244994
Koordinatorin Chemikalien und Gesundheit

Über WECF
WECF ist ein internationales Netzwerk von über 100 Frauen- und Umweltorganisationen in 40 Ländern, die gemeinsam an einer nachhaltigen Entwicklung, dem Schutz der Umwelt und der Gesundheit sowie der Armutsbekämpfung arbeiten. Durch unsere Projekte und Programme entwickeln wir praktische und kostengünstige Lösungen im Bereich sicherer Chemikalien und Abfallmanagement, Trinkwasser und Abwasserentsorgung, sichere Energieversorgung und Nahrungsmittel sowie Klima-, Agrar- und Artenschutz. Durch unsere politische Arbeit bringen wir die Perspektiven und Empfehlungen unserer Mitgliedsorganisationen und Frauen in Führungspositionen in nationalen, europäischen und internationalen politischen Prozessen. WECF ist offizieller Partner von UNEP und Mitglied des Europäischen Komitees für Gesundheit und Umwelt (EEHC).



News

#MindTheGap - Folgen Sie unserer Reise zu mehr Gender- und Klimagerechtigkeit auf der COP23
WECF-Präsenz auf der UN-Klimakonferenz in Bonn, 6. bis 17. November 2017.
31.10.2017

Erfolgreiche Folgeveranstaltung zur geschlechtergerechten Umsetzung der SDGs durch Kommunen
Am 12. Oktober ging unsere gemeinsame Veranstaltung mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt von Engagement Global in die 2. Runde – Dieses Mal im Rahmen des Münchner Klimaherbst.
16.10.2017

Wie können Kommunen die SDGs geschlechtergerecht umsetzen?
Am 12. Oktober geht unsere Veranstaltung in die 2. Runde – Dieses Mal im Rahmen des Münchner Klimaherbst
11.09.2017

C20 Gipfel „The World We Want“ am 18. und 19. Juni 2017 in Hamburg
In Vorbereitung zum G20 Gipfel, der vom 7. bis 8. Juli ebenfalls in Hamburg stattfindet, haben Vertreter der internationalen Zivilgesellschaft auf dem „Civil 20“ oder C20 Gipfel vom 18. bis 19. Juni in der HafenCity Universität in Hamburg ihre Empfehlungen an die G20 diskutiert.
19.06.2017

Hormongifte gefährden Umwelt und Gesundheit
Bundesregierung muss sich stärker gegen ihre Verwendung einsetzen. Gemeinsames NGO Statement zur fünften Verhandlungsrunde über die Vorschläge der EU Kommission zur Identifizierung hormonschädlicher Substanzen (EDCs). NGO fordern von deutscher Regierung eine rasche Nachbesserung der Kriterien und eine zügige Entscheidung für mehr Gesundheit- und Umweltschutz.
24.05.2017