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Weniger hormonwirksame Chemikalien (EDCs): für eine bessere rechtliche Regulierung

Ein Projekt um Kinder und Schwangere besser vor EDCs zu schützen, den Gesundheitssektor zu aktivieren, Politiker(innen) zu informieren und die Zivilgesellschaft für eine bessere EDC Politik zu gewinnen

Länder: Deutschland
Unterstützer: EEHI – European Environment and Health Initiative, Life+ project European Commission, DG Environment
Dauer: 01/2014 - 02/2015


Hintergrund des Projekts

Was wir wissen: Viele Alltagsprodukte wie Spielzeug, Kosmetik, Kunststoffprodukte, Verpackungsmaterialien etc. enthalten hormonell wirksame Chemikalien (EDCs, Endocrine Disprupting Chemicals). Schwangere, Ungeborene und Kinder reagieren besonders sensibel auf diese Substanzen, die in Verbindung gebracht werden mit Fruchtbarkeitsstörungen, hormonell bedingten Krebsarten, vorzeitige Pubertät, neurologischen Erkrankungen etc. Zu den Chemikalien, die das natürliche Hormonsystem stören und somit Entwicklungen in Gang setzen können, die die Gesundheit beeinträchtigen zählen Phthalate, Pestizide, Bisphenol A und viele andere Substanzen. Schwangere, Kinder und auch Pubertierende gilt es daher besonders zu schützen. Ein Verbot von Chemikalien mit endokrinen Eigenschaften in den Produkten, die diese Gruppe benutzt, wäre der stärkste Schutz. Seit Jahren befindet sich die EU in dem Prozess, Kriterien für EDCs zu identifizieren und festzulegen, um sie für alle EU relevanten Regulierungen zu nutzen – bisher ohne Ergebnis. Die deutsche Regierung spielt innerhalb des Prozesses eine wichtige Rolle. Eine möglichst starke deutsche Position in diesem Prozess zu begleiten mit Unterstützung aus dem Gesundheitssektor und der Zivilgesellschaft ist ein Aspekt dieses Projektes.
So lange die Politik keine strenge Regulierung für EDCs auf den Weg bringt, ist Aufklärung und Bewusstseinsbildung ein wichtiges Werkzeug um lebenslange Gesundheitsfolgen zu vermeiden.

Ziele des Projekts

  • Information und Einbeziehung des Gesundheitssektors und Schwangere durch
  • Veröffentlichung eines Ratgebers zum Schutz vor Schadstoffen in Textilien und Bekleidung auf Deutsch

  • Veröffentlichung eines Informationsfilms für Schwangere auf Deutsch

  • Workshop/Präsentation zum Thema „Kinder und Schwangere schützen, endokrine Schadstoffe vermeiden“ im Rahmen der 44. Jahrestagung der Kinder- und Jugendärzte, Berlin, 13. bis 15.Juni 2014

Der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hat für seine Jahrestagung 2014 das Thema Umwelt und Gesundheit als Schwerpunktthema gewählt. WECF wird

  • mit einem Seminar zum Thema „Schwangere und Kinder schützen, endokrin wirksame Schadstoffe vermeiden“
  • einen Fachartikel im Begleitmagazin des Kinder- und Jugendärztetages veröffentlichen und
  • mit einem Informationsstand das Thema EDCs in den Kongress einbringen

Informationen zum Kongress vom Juni 2014 finden Sie hier.


Hier finden Sie einen Artikel im Fachmagazin des 44. Kinder- und Jugendärztetages von WECF zum Thema ECs und Kindergesundheit. Weitere Medienbeiträge finden Sie hier.

  • Politiker(innen) und Entscheidungsträger informieren und die deutsche Zivilgesellschaft aktivieren zur Verbesserung der EDC Politik (durch gemeinsame Aktivitäten deutscher NGOs, durch Vorlagen bei der Gesetzesfolgenabschätzung der EU und im Rahmen der SAICM Verhandlungen)

Deutschland ist eines der einflussreichsten und kritischsten EU Länder auf dem Gebiet endokrin wirksamer Chemikalien. Die deutsche Regierung braucht positive Unterstützung, aber auch Druck von verschiedenen zivilgesellschaftlichen Akteuren, um auf europäischer Ebene für eine strenge Regulierung von EDCs einzutreten. 

WECF wird

  • deutsche NGOs und andere Akteure der Zivilgesellschaft aktivieren, damit diese am Folgenabschätzungsverfahren zu EDCs teilnehmen
  • Die Aktivitäten und Positionen wichtiger politischer Akteure beobachten und beeinflussen, besonders die der neuen Bundesregierung
  • sich einsetzen für ein fundiertes Arbeitsprogramm für EDCs als emerging issue im Rahmen von SAICM. Dazu nimmt WECF nimmt am OEWG Meeting von SAICM teil, das im Dezember 2014 stattfindet und bei dem eine Entscheidung zum EDC Arbeitsprogramm zu erwarten ist.

Dieses Projekt  ist eng verknüpft mit vielen weiteren WECF Aktivitäten zu EDCs wie

Dieses Projekt ist gefördert von der European Environment and Health Initiative, EEHI, und Life+


Für mehr Information kontaktieren Sie bitte Johanna Hausmann



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