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SAICM Beyond 2020

Für mehr Chemikaliensicherheit

Länder: Deutschland, Europa
Unterstützer: UBA - Umweltbundesamt, BMUB - Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Themen: Chemikalien und Gesundheit
Dauer: 04/2019 - 01/2021


Mehr Schutz vor umwelt- und gesundheitsschädlichen Chemikalien

"SAICM Beyond 2020" als wichtiges Instrument für mehr Chemikaliensicherheit

Schon 2002 auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg vereinbarte die Staatengemeinschaft die negativen Auswirkungen von Chemikalien auf die menschliche Gesundheit und Umwelt bis 2020 zu minimieren. Dazu wurde die UN-Rahmenvereinbarung SAICM, Strategic Approach to International Chemicals Management, verabschiedet. 2020 endet das Mandat von SAICM. Derzeit verhandeln die Vertragsstaaten unter der Präsidentschaft Deutschlands den Folgeprozess SAICM Beyond 2020.
Im Oktober 2020 wird auf der UN Konferenz zu internationalem Chemikalienmanagement (ICCM5) in Bonn unter Beteiligung aller Stakeholder darüber entschieden, wie es im internationalen Chemikalienmanagement weitergehen soll.

Warum SAICM?

Chemikalien sind überall. Sie stecken in Alltagsgegenständen, in Baumaterialien, Spielzeug, Kosmetika, Kunststoffen und gelangen als Pestizide in die Umwelt. Ihre weltweite Verbreitung hat dazu beigetragen, dass chemische Belastungen von Umwelt und Gesundheit längst zum globalen Problem geworden sind.

Jährlich sterben laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) über 1,6 Millionen Menschen durch die Einwirkung gefährlicher Chemikalien (UN Global Chemical Outlook 2019). Darüber hinaus belastet Plastikmüll weltweit unsere Umwelt und unsere Gesundheit: Denn entlang der gesamten Produktionskette von der Erdölgewinnung bis hin zum (Plastik)Abfallmanagement und Recycling sind wir giftigen Chemikalien in und von Kunststoffen ausgesetzt.

SAICM soll negative Wirkungen von Chemikalien auf die menschliche Gesundheit und Umwelt minimieren. Nachdem die Ziele des Prozesses nicht erreicht werden konnten, und ein Schutz vor gesundheits- und umweltgefährdenden Chemikalien nach wie vor dringend nötig ist, sind sich die Vertragsstaaten einig, dass eine Fortführung eines internationalen Prozesses zum Management nötig ist. Das ist auch die Haltung von WECF.

WECF und SAICM

WECF begleitet den SAICM-Prozess als NGO Stakeholder von Beginn an.
Im Rahmen dieses Projekts liegt der Schwerpunkt auf dem so genannten "Intersessionalen Prozess" hin zu einem SAICM 2.0.
Politisch setzen wir uns dabei für eine Konkretisierung der Ziele und Mechanismen in einem SAICM 2.0 ein, damit deren Umsetzung konsequenter vorangetrieben werden kann.

WECFs übergeordnetes Ziel ist eine gesunde Umwelt für alle:

  • Verbot, Minimierung und Vermeidung des Einsatzes von schädlichen Chemikalien in Alltagsprodukten und Pestiziden
  • Schutz von besonders sensiblen Gruppen wie Frauen, Schwangere und Kinder
  • Anwendung der RIO-Prinzipien wie das Verursacherprinzip

Ziele dieses Projekts sind:

  • den Intersessioalen Prozess kritisch zu begleiten
  • mehr Bewusstsein und Information zum Thema Chemikalien, Gesundheit und Umwelt zu schaffen, insbesondere zu Chemikalien in Produkten
  • Information zum SAICM-Prozess bereitzustellen
  • in einem politischen Dialog politische Entscheidungsträger*innen in SAICM einzubinden
  • den Multi-Stakeholder-Ansatz zu fördern, um weitere Sektoren - im Speziellen die Sektoren Gesundheit, Familie und Frauen - miteinzubinden
  • die Teilnahme der NGOs an der UN Konferenz zu internationalem Chemikalienmanagement (ICCM5) im Oktober 2020 vorzubereiten

WECF arbeitet im Rahmen des Projekts mit BUND, Forum Umwelt und Entwicklung und PAN Deutschland.

Deutschland und SAICM und die Rolle der Zivilgesellschaft

Deutschland trägt nicht nur aufgrund seiner Präsidentschaft des SAICM-Prozesses, sondern auch als einer der größten Chemiestandorte der Welt eine besondere Verantwortung, sich zum Schutz vor gefährlichen Chemikalien zu engagieren und eine zunehmende Chemikaliensicherheit für Menschen und Umwelt weltweit zu gewährleisten. Zudem hat Deutschland eine internationale Verantwortung, denn viele gefährliche Chemikalien, die hier produziert und genutzt werden, landen in Produkten, Abfall- oder Recyclingware in Ländern mit geringeren Sicherheitsstandards.

WECF und NGO Positionen zum SAICM ‚Intersessional Process‘

WECF setzt sich gemeinsam mit deutschen und internationalen Organisationen im SAICM Prozess und auch darüber hinaus für eine giftfreie Welt ein. Über Ländergrenzen und Sprachen hinweg arbeiten wir an politischen Positionen und nehmen an den internationalen Verhandlungen teil. Über unsere Partnerorganisationen arbeiten auch auf lokaler und regionaler Ebene mit den Menschen vor Ort daran, für ein Umwelt frei von gefährlichen Chemikalien. Diese Erfahrungen fließen in unsere politische Position mit ein.

WECF informiert: unser Blog zur SAICM
Regelmäßig posten wir hier neue Themen bezüglich SAICM.

Post 1: Was ist SAICM und wozu braucht man das? 

Aktivitäten im intersessionalen Prozess

April 2019: Open Ended Working Group, OEWG, 2.- 4. April 2019, Montevideo, Uruguay. 
WECF fordert besseren Schutz vor schädlichen Chemikalien weltweit und nimmt auch Deutschland in die Verantwortung. Lesen Sie unsere Pressemeldung hier.

April/Mai 2019: Basel Rotterdam Stockholm-Konvention, Conference of the Parties, 28. April – 9. Mai 2019, Genf, Schweiz
WECF Opening Statement: Mehr Schutz von Frauen vor gefährlichen Chemikalien (in Englisch)

9. Mai 2019: WECF Side Event: „BRS COP side event: gender perspective on sound management of chemicals and waste”, Genf, Schweiz
WECF informiert gemeinsam mit Partnerorganisationen und mit Unterstützung der Sekretariate der Basel-Rotterdam-Stockholm-Konventionen in einem Side Event darüber, wie Gender-Strategien den Umgang mit gefährlichen Chemikalien und Abfällen verbessern können. Lesen Sie unsere Pressemeldung hier.

21. - 22. Juni 2019: WECF beim ICS Stakeholder Forum, Bonn, Deutschland. 

27. - 28. Juni 2019: WECF bei der "EU-Chemikalienpolitik" 2030: Auf der Vergangenheit aufbauen, in die Zukunft gehen", Brüssel, Belgien. Report (im Englisch).

Kommende Terminen

15. September 2019: MUNICH FESTIVAL OF ACTION, SDG Festival in Villa Flora, München!

Alle reden über Nachhaltigkeit und die SDGs. Was hat das mit jedem einzelnen zu tun und wie kann nachhaltiges Leben aussehen? Über 30 Münchner Organisationen und Initiativen stellen Ideen und Projekte vor, die das Leben, München und die Welt etwas nachhaltiger machen können. WECF macht den Link von schädlichen Chemikalien im Alltag und internationalem Chemikalienmanagement.

Mehr zum Festival hier

16. September 2019: „Ein internationaler Rahmen für eine giftfreie Zukunft – SAICM für Einsteiger“, Webinar von PAN Germany unter Beteiligung von WECF, 15-17 Uhr.
Das Webinar gibt einen Überblick, über die Ziele von SAICM, was erreicht wurde und wie es – insbesondere angesichts wachsender Mengen bei Produktion, Gebrauch und Entsorgung von Chemikalien, nach 2020 weitergehen kann und darüber, wie sich Organisationen der Zivilgesellschaft einbringen können. Für: NGOs und Interessierte.

Referentinnen:
Alexandra Caterbow von der HEJSupport 
Johanna Hausmann von WECF (Women Engage for a Common Future e.V.) 
Susan Haffmans vom Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. (PAN Germany)  

Mehr Info und Anmeldungsmodialitäten hier

30. September - 4. Oktober 2019: “3rd meeting of the Intersessional Meeting on the Intersessional Process considering SAICM and the sound management of chemicals and waste beyond 2020”, Bangkok, Thailand. 


Dieses Projekt wird gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages. Die Verantwortung für den Inhalt von Veröffentlichung und Aktivitäten im Rahmen des Projekts liegt bei WECF e.V.

 

 



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