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Hormongifte (EDCs): Für eine strengere Politik und mehr Schutz, in Deutschland du weltweit

Mehr Informationen zu EDCs und bessere gesetzliche Regulierungen

Länder: Deutschland, Europa
Unterstützer: EEHI - Europäische Umwelt- und Gesundheitsinitiative
Themen: Chemikalien und Gesundheit, EDCs
Dauer: 04/2019 - 02/2020


Ziel dieses Projekts ist es, den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor hormonell wirksamen Chemikalien, EDCs, zu verbessern.

Pestizide auf Obst und Gemüse, Weichmacher in Plastik, Duftstoffe in Wasch- und Putzmitteln, Konservierungsmittel in der Kosmetik - viele Produkte im Alltag enthalten bedenkliche Chemikalien, die unsere Gesundheit belasten. Sie können Allergien auslösen, Atemwege und die Haut reizen, die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und krebserregend sein. Vor allem Chemikalien, die ähnlich wie Hormone wirken (so genannte EDCs, Endocrine Disrupting Chemicals, die auch als Umwelthormone oder Hormongifte bezeichnet werden), sind problematisch.

EDCs finden sich in vielen Alltagsprodukten wie in Lebensmitteln, Kunststoffverpackungen, Konservendosen, Kassenbons aus Thermopapier, Kosmetikartikel und vielem mehr. Gelangen EDCs in den Körper, können sie falsche Signale setzen und so hormonell gesteuerte Entwicklungsphasen schon im Mutterleib stören. Vor allem während kritischer Entwicklungsphasen des Körpers sind diese Stoffe für Menschen eine Bedrohung. Gefährdet sind somit besonders Schwangere, Kinder und Jugendliche.

Die Weltgesundheitsorganisation vermutet einen Zusammenhang zwischen EDCs und dem vermehrten Auftreten von hormonbedingten Krebsarten wie Brust-, Hoden- und Prostatakrebs, von Fruchtbarkeitsstörungen und reduzierter Spermienqualität, Fettleibigkeit, Altersdiabetes, neurologischen Erkrankungen und vorzeitiger Pubertät und Menopause.

Weltweit sind Menschen nicht vor diesen Stoffen geschützt. Und das, obwohl inzwischen über 1.300 Studien auf den Zusammenhang zwischen hormonellen Schadstoffen (endokrine Disruptoren, EDCs) und dem gehäuften Auftreten von Erkrankungen wie Brust- oder Hodenkrebs, Diabetes, Immunschwäche oder Fettleibigkeit hinweisen. Die Weltgesundheitsorganisation hat EDCs deshalb 2013 zur globalen Bedrohung erklärt.

Etwa 800 Chemikalien, die im Verdacht stehen, ähnlich wie Hormone zu wirken, wurden bisher identifiziert. Expert*innen gehen davon aus, dass die Dunkelziffer hoch ist und die Zahl der hormonell aktiven Substanzen in den kommenden Jahren beträchtlich ansteigen wird. In Europa sind erst wenige Verbote für einzelne Stoffe und Einsatzbereiche in Kraft, beispielsweise das Verbot von Bisphenol A in Babyfläschchen. Grund hierfür ist nicht zuletzt, dass man sich nicht darauf einigen kann, welche Kriterien zur Definition der hormonell schädlichen Wirkung von Chemikalien gelten.

Strengere Gesetze für hormonelle Schadstoffe und mehr Information sind dringend nötig!

Um dies zu erreichen brauchen wir:

  • Mehr Informationen über EDCs auf nationaler und lokaler Ebene
  • Mehr Informationen für Verbraucherinnen und Verbraucher zu EDCs in Alltagsprodukten in Ländern, Städten und Gemeinden - Informationen für Schwangere, als besonders sensible Gruppe
  • Medieninteresse am Thema
  • Forderungen von Seiten des Gesundheitssektors, der Wissenschaft und von Institutionen
  • Eine starke Haltung der Bundesregierung auch in internationalen Prozessen wie SAICM

WECF und SAICM

WECF und EDC Free Europe

Dieses Projekt wird von der European Environment and Health Initiative, EEHI, finanziert.



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