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Förderung grüner Technologien in Uganda

In Zusammenarbeit mit unserer lokalen Partnerorganisation ARUWE setzt WECF ein Projekt im Mulagi Sub-county (Uganda) um, das nachhaltige Technologien für erneuerbare Energien fördert

Länder: Uganda
Unterstützer: Erbacher Stiftung
Partner: ARUWE
Themen: Erneuerbare Energien, Gesundheit, Umwelt, Bildung
Dauer: 05/2016 - 04/2017


Hintergrund:
Die Gemeinden in Kyankwanzi nutzen im wesentlichen Holz als Energiequelle. Daraus resultieren die Abholzung der Wälder und Probleme mit den Eigentumsverhältnissen der Waldflächen.
Da Familien viel Zeit zum Holzsammeln und dem Zurücklegen langer Strecken verwenden, verpassen Kind - insbesondere Mädchen - die Schule, was ihre Leistung beeinträchtigt. Für ältere Frauen gestaltet es sich zudem immer schwieriger, Feuerholz zu finden. Ferner hindert es die Frauen daran, einkommenschaffenden Maßnahmen auszuführen.
Viele Frauen sind ältere Witwen und kümmern sich um eine Vielzahl von Enkeln und Waisenkindern (im Durchschnitt 8). Leider erfahren sie wenig bis gar keine Unterstützung von Verwandten. So ist auch der Zugang zu Wasser eine Herausforderung, da die Familien oft 2 km zur nächsten Wasserquelle laufen müssen.


Das Projektziel ist daher, die Lebensbedingungen der lokalen Gemeinden, besonders der frauengeführten Haushalten, durch erneuerbare Energie, Wirtschaftsdünger und Zugang zu sauberem Wasser zu verbessern.

Dieses Projekt baut auf dem ersten Projekt auf, das von der Erbacher Stiftung bereits unterstützt wurde und in dem 5 Biogasanlagen und 5 Regenwassertanks in 10 Haushalten in Mulagi Sub-county, Kyankwanzi Distrikt, errichtet wurden. Die neue Konstruktionsweise ist jetzt soweit erprobt und erfolgreich, sodass 53 weitere Gemeindemitglieder ihr Interesse an den Technologien für ihr Zuhause bekundet haben. Allerdings bestehen die meisten Haushalte aus verwitweten Familien, in denen sich eine ältere Frau um im Schnitt 8 Enkel bzw. Waisenkinder kümmert. Diese Familien haben nicht genug Geld auf einmal vorhanden, um die Konstruktion der Anlagen zu bezahlen. Die lokale Bevölkerung lebt in beträchtlicher Weise von Subsistenzlandwirtschaft, erwirtschaft zudem ein kleines Einkommen durch den Verkauf von Produkten, allerdings belastet das Bezahlen von Schulgeldern und die medizinische Versorgung die Haushaltsbudgets.


Die Gemeinde ist ländlich geprägt und hat keinen Zugang zu Krediten, außer der von ARUWE initiierten Mikrokreditinstitution "Community Fund Micro Finance", die am Ort ist. Ansonsten gibt es nur Banken in den großen Städten, die keine Angebote für diesen Teil der Bevölkerung haben, welche über keine Sicherheiten verfügen. ARUWE beont die Bedeutung, die grünen Technologien weiter zu verbreiten, um eine große Zahl von Leuten zu erreichen - auf nachhaltige Art und Weise.. Dazu wird ein Umlauf- oder revolvierender Fonds errichtet. Diese Idee wurde bei Gemeindetreffen mit der Bevölkerung diskutiert und von dieser favorisiert.

ARUWE wird mit der Mikrokreditinstitution "Community Fund Micro Finance" zusammen arbeiten. Es werden Auswahlkriterien erarbeitet, mit deren Hilfe die Kredite vergeben werden. Dabei ist das Ziel 20 Haushalte pro Jahr. Dank des Umlauffonds können die Kredite über die Projektlaufzeit jahrelang weiter vergeben werden.

Ziele des Projekts:
• die Biogasanlagen und Regenwassertanks mit der Bambustechnologie in den Gemeinden von Kyankwanzi weiter zu verbreiten
• mehr Zeit für Kinder und Frauen, um zur Schule zu gehen und anderen wirtschaftlich rentablen Aktivitäten nachzugehen, anstatt Feuerholz und Wasser zu suchen und holen;
• weiterer Aufbau von Know-How und Erfahrung mit Biogastechnologien, Regenwassertanks, Landwirtschaft, bambus-basierter Baukonstruktion für Frauen und Männer vor Ort;
• Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität durch die Nutzung des Gärrestes alsWirtschaftsdünger;
• Vorbeugung und Verringerung der Umweltverschmutzung durch das Verbrennen von Holz, Minimierung der Treibhausgasemissionen;
• Bereitstellung einer sauberen und bezahlbaren Energiequelle für die Menschen vor Ort, die zum Schutz des Waldes beiträgt und die Nutzung von fossilen Energieträger reduziert;
• Unterstützung von sozioökonomischen Gruppen, die die neuen Technologien vorantreiben und die Lebensgrundlage und Lebensqualität der Landwirte im ländlichen Mulagi verbessern;
• Reduzierung von Krankheiten, die durch verschmutztes Wasser verursacht werden

Geplante Aktivitäten:

1. Treffen zu Mobilisierung und Sensibilisierung von Gemeindemitgliedern zur Planung des Programmes
2. Entwicklung von Auswahlkriterien für die Haushalte, die einen Kredit erhalten
3. die Einrichtung des Umlauffonds
4. Verträge mit lokalen Handwerkern verhandeln und abschließen
5. Die Biogasanlagen und Regenwassertanks bauen
6. Bau und Betrieb der Anlagen nachverfolgen und die Leistung evaluieren, evt Probleme beseitigen
7. Bereitstellen von Berichten und Unterlagen an die Geldgeber nach Bedarf