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Internationales Chemikalienmanagement - Die Position deutscher und internationaler NGOs zu Nachhaltiger Chemie und deren mögliche Bedeutung für den SAICM Post-2020

Ein Projekt, zur Entwicklung einer Position nationaler und internationaler NGOs zum Thema Nachhaltige Chemie und deren mögliche Bedeutung für den SAICM Post-2020

Länder: Deutschland, Europa, International
Unterstützer: UBA - Umweltbundesamt
Themen: Chemikalien und Gesundheit
Dauer: 05/2016 - 12/2017


Das Mandat des Strategic Approach on International Chemicals Management (SAICM) endet 2020. Die Aufgabe besteht nun darin, einen SAICM Post-2020 Prozess zum internationalen Chemikalienmanagement zu gestalten. Eine zentrale Frage dabei ist, inwieweit das Konzept der Nachhaltigen Chemie darin einfließen könnte.

AKTIVITÄTEN UND ZIELE DES PROJEKTS

Ziel dieses Projektes ist es, eine Position nationaler und internationaler NGOs zu den Thema Nachhaltige Chemie zu entwickeln und deren mögliche Bedeutung für einen wie auch immer gestalteten SAICM Post-2020 zu formulieren. Aufgabe von WECF ist es, einen fortlaufenden Austausch innerhalb der NGO Gemeinschaft zu Nachhaltiger Chemie und SAICM Post-2020 zu initiieren und die Ergebnisse dessen zu einem Positionspapier zusammen zu führen zusammen, das dann in die relevanten internationalen und nationalen Diskussionen eingebracht wird. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zum internationalen Chemikalienmanagement der Zukunft.

Workshop zu Nachhaltiger Chemie mit Teilnehmer(innen) beim IPEN Global Meeting

Alexandra Caterbow, WECF beim IPEN Global Meeting

November 2016: WECF veranstaltet im Rahmen des IPEN (International POPs Elimination Network) Global Forum 2016, 14. bis 18.November 2016, San Francisco, einen Workshop zu Nachhaltiger Chemie. Mehr dazu hier (WECF) und hier (IPEN)

WECF initiiert und entwickelt gemeinsam mit (inter)nationalen NGOs  Positionspapier zu Post SAICM und Nachhaltiger Chemie und präsentiert dies gemeinsam mit IPEN als Diskussionsgrundlage beim SAICM Intersessional Meeting, das vom 7. bis 9. Februar 2017 in Braslia stattfindet.
Das Positionspapier (pdf) zum Herunterladen finden Sie hier.

Zum Hintergrund des Projekts:

Der Ansatz der Nachhaltigen Chemie wird derzeit federführend von Deutschland als ein Ansatz diskutiert, der in einen politischen Prozess nach SAICM einfließen könnte. Zu klären ist, was Nachhaltige Chemie ist und welchen Beitrag kann sie zum Schutz von Gesundheit und Umwelt vor bedenklichen Chemikalien leisten.

SAICM, der Strategische Ansatz zum Internationalen Chemikalienmanagement (engl. Strategic Approach on International Chemicals Management, SAICM) ist eine internationale Initiative zur Chemikaliensicherheit. Der Weltgipfel von Johannisburg, 1992, beschloss, mit SAICM bis zum Jahr 2020 negative Wirkungen von Chemikalien auf die menschliche Gesundheit und Umwelt zu mindern. SAICM ist akteurübergreifend, sektorübergreifend, beruht auf freiwilliger Basis und bündelt in einem übergreifenden Rahmen verschiedene Aktivitäten zur Chemikaliensicherheit auf globaler Ebene.

Im Rahmen des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) verabschiedete die 1. Internationalen Konferenz zum Chemikalienmanagement (engl. International Conference on Chemicals Management, ICCM) im Jahr 2006 in Dubai den Strategischen Ansatz zum Internationalen Chemikalienmanagement (SAICM). Grundelemente von SAICM sind die Übergreifende Politikstrategie (Overarching Policy Strategy, OPS) und der Globale Aktionsplan (Global Plan of Action, GPA), in denen die zu erreichenden Ziele und deren Umsetzungsmaßnahmen formuliert sind.

Das Mandat von SAICM endet 2020. Nach Auffassung von WECF, das sich seit Beginn im SAICM Prozess engagiert, wird ein internationales Multi-Stakeholder-Forum zur Chemikaliensicherheit zum Schutz von Mensch und Umwelt auch nach 2020 unverzichtbar sein. Ob und in welcher Form Nachhaltige Chemie als ein Ansatz in einen SAICM Post-2020 Prozess einfließen kann, ist bis ICCM5 zu diskutieren. Diese Diskussion zu Nachhaltiger Chemie aus Perspektive der internationalen NGO Gemeinschaft mitzugestalten ist eine Aufgabe dieses Projekts.

Förderhinweis:

Dieses Projekt wird gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages. 



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