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Politische Aktivitäten

Durch unsere Aktivitäten tragen wir dazu bei, den Zugang zu sicherem Wasser, Sanitärsystemen und Hygienie für alle zu eröffnen. WECF nimmt an folgenden politischen Prozessen teil, die sich vollständig oder teilweise mit den Themen Wasser und Sanitärsysteme befassen:

UN-Prozesse

Globale Konferenzen

EU-Prozesse


Wasser- und Gesundheitsprotokoll (UNECE/WHO)

WECF ist eines der wichtigen NGO-Netzwerke, die zusammen mit dem europäischen Eco-Forum Input zum UNECE/WHO-Protokoll zu Wasser und Gesundheit (W&H-Protokoll) im Rahmen der Konvention über das Management grenzüberschreitender Wassersysteme beitragen. Das W&H-Protokoll ist eine Initiative von UNECE und WHO-Europa. Es konzentriert sich auf regionale Themen, Vertragsparteien sind europäische Länder, der Kaukasus, zentralasiatische Länder und Länder aus Südosteuropa.

Das wichtigste Ziel des Protokolls ist es, menschliche Gesundheit und Wohlbefinden durch Wassermanagement zu schützen. Dazu gehören auch der Schutz der Wasserökosysteme sowie die Vorbeugung, Kontrolle und Verminderung wasserinduzierter Krankheiten. Das Protokoll ist die erste derartige internationale Vereinbarung, die speziell entwickelt wurde, um die angemessene Versorgung mit sicherem Trinkwasser und angemessene Sanitärsysteme für alle zu erreichen und Wasser, das als Trinkwasserquelle dient, effektiv zu schützen. Um diese Ziele zu erreichen, sollen die Vertragsparteien nationale und lokale Ziele für die Qualität des Trinkwassers und des in Gewässer abgelassenen Wassers, die Leistung der Wasserversorgung und die Behandlung von Abwässern festschreiben. Außerdem sollen sie Ausbrüche und Fallzahlen von durch Wasser übertragenen Krankheiten verringern. Das Protokoll führt eine soziale Komponente in die Kooperation hinsichtlich des Wassermanagements ein: Das Management der Wasserressourcen soll soziale und ökonomische Entwicklung mit dem Schutz natürlicher Ökosysteme verbinden. Zudem sind Wasserversorgung und Sanitärsysteme fundamental, um den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen. WECF und Mitgliedsorganisationen präsentierten ihre Fortschritte während des MOP 1 (Treffen der Vertragsparteien, Meeting of the Parties, Januar 2008), des Taskforce-Meeting (Juli 2009) und des Jubiläumstreffens zum zehnjährigen Bestehen des Protokolls in Parma (März 2010) Wir gehörten mit dem Rumänischen Ministerium für Wasserwirtschaft, dem UNECE-Sekretariat und der Umweltorganisation GWP (Greenworldplast) Rumänien zu den vier Hauptorganisatoren, welche die Öffentlichkeitsbeteiligung an der Konferenz des W&H-Protokolls im Juni 2010 in Bukarest organisierten.

Grenzüberschreitende Wasserkonvention (Transboundary Water Convention, UNECE)

WECF gehört zu den wichtigen NGO-Netzwerken, die zusammen mit dem Europäischen Ökoforum Input für die grenzüberschreitende Wasserkonvention liefern. Die Konvention wird von der UNECE initiiert und konzentriert sich auf regionale Anliegen aus Europa, Kaukasus, Zentralasien und Südosteuropa. Nähere Informationen auf der Webseite der Konvention. Die Konvention über den Schutz und den Gebrauch grenzüberschreitender Wasserläufe und internationaler Seen (Wasserkonvention) soll nationale Maßnahmen unterstützen, die auf den Schutz und das sinnvolle ökologische Management von grenzüberschreitenden Grund- und Oberflächengewässern zielen. Die Konvention verpflichtet die Vertragsparteien, punktuelle und großflächige Wasserverschmutzung zu verhindern, zu überwachen und zu verringern. Außerdem enthält sie Vorgaben für Überwachung, Forschung und Entwicklung, Konsultationen, Warn- und Alarmsysteme, gegenseitige Unterstützung, institutionelle Fragen und den Austausch, den Schutz sowie den Zugang der Öffentlichkeit zu Informationen.

WECF befördert und koordiniert die Teilhabe von Mitglieds- und Partnerorganisationen am Prozess der Konventioon. WECF, Mitglieder und Partner organisieren die Präsentation von Lösungen, die von Frauen- und Umweltorganisationen vorgeschlagen wurden und präsentieren ihre Arbeit auf Messen, Kongressen und Ausstellungen. WECF ist aktiv im Europäischen Öko-Forum, einer Allianz von Umwelt-NGOs, die den Prozess verfolgen.

UN-CSD

WECF verfolgt die Aktivitäten der UN-CSD. UN-CSD überwacht die Implementierung der Vereinbarungen auf dem Umweltgipfel 1992 in Rio. Seit dem Weltgipfel über nachhaltige Entwicklung (World Summit on Sustainable Development, WSSD) 2002 in Johannesburg bearbeitet UN-CSD jeweils zwei Jahre lang ein bestimmtes Thema. WECF trug mit Veranstaltungen im Rahmenprogramm und Interventionen für die Hauptgruppe Frauen zu dem Zweijahreszyklus über das Thema Wasser und Sanitärsysteme bei.

Internationales Sanitärjahr (2008)

Die UN widmen jedes Jahr einem oder mehreren Themen, von denen die Mitgliedsstaaten annehmen, dass sie besondere Aufmerksamkeit benötigen. WECF trug zum Internationalen Sanitärjahr (2008) durch zwei hochrangige politische Veranstaltungen bei. Eine davon fand in Brüssel statt, an ihr nahmen Vertreter der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments teil, die zweite war die Stockholmer Weltwasserwoche.

UNSGAB Wasser & Sanitärsysteme

Wir wurden eingeladen, die Arbeit von WECF auf einer hochrangigen Regionalkonferenz zu präsentieren, die 2009 durch den Generalsekretär der Vereinten Nationen zum Thema Wasser und Sanitärsysteme organisiert wurde.

Millennium-Entwicklungsziele
(Millennium Development Goals, MDG)

Zum Millennium-Entwicklungsziel Nummer 7 zum Thema Umwelt gehört, die Zahl der Menschen ohne Zugang zu Wasser und Sanitärsystemen bis 2015 um die Hälfte zu reduzieren. Gegenwärtig haben 1,8 Milliarden Menschen keinen Zugang zu Trinkwasser und 2,7 Milliarden keinen zu Sanitärsystemen. Besonders hinsichtlich der Sanitärsysteme geht es nur langsam voran. WECF hat seine Arbeit auf diesem Gebiet in der politischen Stellungnahme „Das Recht auf Sanitärsysteme“ beschrieben. Außerdem haben wir zur hochrangigen Konferenz „Water for Life“ (Wasser zum Leben) zum Millennium-Entwicklungsziel Nummer 7 beigetragen, die im Juni 2010 von der tadschikischen Regierung organisiert wurde.

Weltwasserforum (World Water Forum)

Alle drei Jahre treffen sich Repräsentanten des weltweiten Wassersektors auf dem Weltwasserforum. WECF hat aktiv zu den Foren 2000 in Den Haag, 2003 in Kyoto, 2006 in Mexiko und 2009 in Istanbul beigetragen. Außerdem haben wir am Europäischen Regionalbericht mitgearbeitet (Mexiko, WSSD Johannesburg). WECF organisierte offizielle und Spezialveranstaltungen (siehe Kyoto, Mexiko, Istanbul).

Weltwasserwoche (World Water Week, Stockholm)

Jedes Jahr treffen sich internationale Wasserspezialisten auf der Weltwasserwoche in Stockholm. WECF wird dort durch Wasserkoordinatoren und Vertreter von Mitgliedsorganisationen repräsentiert. Wir haben außerdem eine hochrangig besetzte Veranstaltung zu Sanitärsystemen 2008 organisiert, an der untern anderem Seine Hoheit, Prinz von Orange, teilnahm.

Arbeit zu speziellen EU-Direktiven, –Vereinbarungen und -Arbeitsgruppen

WECF trägt durch praktische Projekte in den neuen Mitgliedsländern der EU dazu bei, EU-Direktiven zu Wasser und Abwasser dort zu implementieren. Politische Empfehlungen, die aus praktischen Erfahrungen resultieren, werden in Briefen an den Umweltkommissar der EU-Kommission, durch Publikationen und durch die Organisation von Dialogen mit Vertretern der Europäischen Kommission (Sofia 2010) präsentiert. Wir waren zeitweilig Mitglied der technischen Arbeitsgruppe zu Wasserfragen der EU-Kommission. In dieser Funktion haben wir unsere Erfahrungen kommuniziert und politische Empfehlungen zum Recycling von Abwasser erarbeitet.